Stand: 15.12.2019 16:40 Uhr

Holstein Kiel mit Last-Minute-Remis in Nürnberg

von Johannes Freytag, NDR.de
Janni Serra (r.) war einmal mehr Holstein Kiels Torschütze.

Fußball-Zweitligist Holstein Kiel hat durch einen Last-Minute-Treffer von Stefan Thesker die zweite Niederlage in Folge verhindert. Der Abwehrspieler sorgte am Sonntag beim 1. FC Nürnberg in der Nachspielzeit für den 2:2 (0:1)-Endstand. Zuvor hatte Janni Serra den Kieler Anschlusstreffer erzielt. In Durchgang eins verschoss Salih Özcan einen Foulelfmeter. Zufrieden war Kiels Trainer Ole Werner nach der Partie dennoch nicht: "Ich ärgere mich sehr über unsere Nachlässigkeiten, speziell bei den Gegentoren. Grundsätzlich wäre heute mehr drin gewesen als ein Punkt."

Holstein Kiel dominiert, Nürnberg trifft

Bei den Kielern hütete Dominik Reimann das Tor für Ioannis Gelios (Rückenprobleme), Aleksandar Ignjovski vertrat den Gelb-Rot-gesperrten Jonas Meffert.

17.Spieltag, 15.12.2019 13:30 Uhr

1.FC Nürnberg

2

Holstein Kiel

2

Tore:

  • 1:0 Sörensen (38.)
  • 2:0 Hack (67.)
  • 2:1 Serra (77.)
  • 2:2 Thesker (90. +3)

1.FC Nürnberg: Dornebusch - Sorg, Sörensen, Mühl, Valentini - H. Behrens, Geis (81. Jäger) - Schleusener (85. Zrelak), Dovedan (86. Gnezda Cerin), Hack - Frey
Holstein Kiel: Reimann - Neumann (86. M. Baku), Wahl, Thesker, van den Bergh - Ignjovski (62. Atanga) - Mühling, S. Özcan - Iyoha (81. Porath), Serra, J. Lee
Zuschauer: 25275

Weitere Daten zum Spiel

Die Schleswig-Holsteiner machten von Beginn an deutlich, warum sie das zweitbeste Auswärtsteam der Liga sind. Kombinations- und zweikampfstark setzten die "Störche" Nürnberg unter Druck, das Geschehen auf dem Platz spielte sich zunächst fast nur in der "Club"-Hälfte ab. Allerdings haperte es bei den Kielern mit den Torabschlüssen, ein Distanzschuss von Emmanuel Iyoha über das Gehäuse (12.) war die beste Gelegenheit der Anfangs-Viertelstunde. Die Gastgeber wirkten nervös und ideenlos, tauchten erstmals in der 18. Minute vor Reimann auf - Fabian Schleusener rutschte nur knapp an einer Hereingabe von Enrico Valentini vorbei.

Weil Kiel anschließend einen Gang zurückschaltete, verflachte die Partie. Torraumszenen wurden Mangelware, zwei Standards dann für die Norddeutschen zum Stimmungskiller. Erst zirkelte Nürnbergs Asger Sörensen einen Freistoß aus gut 20 Metern wunderschön in den Winkel (38.), dann ließ Özcan die große Ausgleichschance vom Elfmeterpunkt liegen. Seinen schwach und mittig geschossenen Strafstoß wehrte FCN-Keeper Felix Dornebusch mit den Füßen ab (42.).

Thesker lässt Kiel spät jubeln

Auch im zweiten Durchgang wirkten die Gäste abgeklärter, hatten auch deutlich mehr Ballbesitz - aber das Werner-Team ging weiter fahrlässig mit seinen Torchancen um: Iyoha kam an der rechten Strafraumkante frei zum Schuss, Dornebusch parierte (54.). Und wieder sorgte eine Kieler Fehlleistung für den nächsten Tiefschlag: Hauke Wahl spielte einen schlampigen Pass im Spielaufbau, Schleusener sprintete dazwischen, stürmte in den Strafraum, legte quer - vier KSV-Profis ließen den Ball passieren, und der frei stehende Robin Hack bedankte sich mit dem 2:0 für die Hausherren (67.).

Aber die "Störche" steckten nicht auf. Özcan schickte Serra steil, der KSV-Stürmer umkurvte Dornebusch und hämmerte den Ball aus spitzem Winkel in die Maschen (77.). Nun wurde es eine Partie auf ein Tor, Nürnberg stellte das Offensivspiel praktisch ein und verteidigte mit Mann und Maus. Jae-Sung Lees Distanzschuss wehrte Dornebusch ab (84.), Serra köpfte knapp am Pfosten vorbei (89.). In der Nachspielzeit erzielte Thesker per Kopf doch noch den Ausgleich - Özcan hatte eine Hereingabe von Johannes van den Bergh ebenfalls per Kopf quergelegt (90.+3).

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 15.12.2019 | 22:50 Uhr