Stand: 15.09.2019 16:30 Uhr

Holstein Kiel beurlaubt Trainer Schubert

Coach André Schubert muss Holstein Kiel nach nur zweieinhalb Monaten verlassen.

Holstein Kiel hat sich nach lediglich sechs Spieltagen in der zweiten Fußball-Bundesliga von seinem Trainer André Schubert getrennt. Das teilte die KSV am frühen Sonntagmittag mit. Am Vortag hatten die Schleswig-Holsteiner beim 1. FC Heidenheim bereits ihre dritte Niederlage in dieser Serie kassiert. Die Art und Weise, wie die "Störche" beim 0:3 auftraten, veranlasste die Club-Verantwortlichen nun zum Handeln.

Es lief nicht wie erhofft

"Die Vorbereitung und der Saisonstart liefen nicht so, wie wir es uns erhofft haben. Für unsere Entscheidung, uns von André Schubert zu trennen, waren nicht vorrangig die durchwachsenen Ergebnisse ausschlaggebend. Uns war bewusst, dass es nach einem so großen personellen Umbruch nicht leicht wird, innerhalb kürzester Zeit eine homogene Einheit auf und neben dem Platz zu formen. Das Präsidium ist nach gemeinsamer Analyse der sportlichen Situation jedoch nicht mehr davon überzeugt, dass wir in dieser Konstellation unsere Ziele erreichen können", erklärte KSV-Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth.

"Die Art und Weise, wie wir das Spiel verloren haben, war einfach enttäuschend. Der Trend war negativ. Wir haben an keine kurzfristige Kehrtwende geglaubt." Fabian Wohlgemuth im Schleswig-Holstein Magazin

Nachfolger steht noch nicht fest

Wer auf Schubert folgt, steht noch nicht fest. Vorerst sollen die Co-Trainer Fabian Boll und Patrick Kohlmann das Training leiten. Eine kurzfristige Nachfolgeregelung will Holstein "in den nächsten Tagen" bekannt geben. Wer am Freitag im Nordduell gegen Hannover 96 auf der Bank sitzen wird, ist noch unklar. "Wir befinden uns in Gesprächen. Wir sind nicht getrieben und wollen eine vernünftige Entscheidung treffen. Insofern nehmen wir uns die Zeit", sagte Wohlgemuth dem Schleswig-Holstein Magazin.

Trainer war erst seit wenigen Wochen im Amt

Die Entlassung Schuberts kommt zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison trotz der mageren Punkteausbeute überraschend. Schließlich hatten die Kieler den Coach erst vor zweieinhalb Monaten aus seinem Vertrag beim Drittligisten Eintracht Braunschweig, wo es zu internen Unstimmigkeiten und Spannungen gekommen sein soll, herausgekauft. Zudem verloren die Norddeutschen auch vor dieser Serie wieder wichtige Stammkräfte (David Kinsombi, Atakan Karazor und Kingsley Schindler). Adäquat ersetzt werden konnten sie - Stand jetzt - nicht. Zum Verhängnis geworden sind Schubert, der bei Holstein den zum VfB Stuttgart abgewanderten Tim Walter ersetzte, nicht zuletzt die teilweise blutleeren Auftritte seines Teams. Denn neben Qualität mangelte es den Kielern insbesondere in Heidenheim auch an Mentalität.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 15.09.2019 | 19:30 Uhr