Stand: 09.11.2019 06:17 Uhr

Holstein: Gelingt der dritte Streich gegen den HSV?

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Dürfen die Kieler nach einem Spiel gegen den HSV erneut jubeln?

Es gab durchaus Zeiten, da haben sie beim Hamburger SV den Verein Holstein Kiel nicht richtig ernst genommen. Da gehörte der sechsmalige deutsche Meister HSV wie selbstverständlich der Fußball-Bundesliga an, und der Champion von 1912 dümpelte in den Niederungen der Dritten oder sogar Vierten Liga herum. Längst vorbei. Seit der vergangenen Saison begegnen sich die beiden Clubs in Bezug auf die Spielklasse wieder auf Augenhöhe - in der Zweiten Liga.

Holstein zuletzt mit zwei Siegen gegen den HSV

Im Direktvergleich indes kann von Augenhöhe keine Rede sein. Es sind die "kleinen" Kieler, die mit einem Lächeln auf den großen Nachbarn herabsehen können. In der vergangenen Saison triumphierten die "Störche" mit 3:0 im Volksparkstadion und mit 3:1 im Heimspiel. Gelingt ihnen nun heute (13 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) vor 15.034 Zuschauern im ausverkauften Holsteinstadion der dritte Streich?

Mögliche Aufstellungen Holstein Kiel und HSV

Kiel zuletzt stark gegen Topteams

Holstein-Trainer Ole Werner verwies in der Pressekonferenz am Donnerstag noch einmal auf die unterschiedlichen Werdegänge der beiden Vereine. "Natürlich ist es ein besonderes Spiel, zumal wir vor vier oder fünf Jahren Ligaspiele gegen den HSV nicht erwartet hätten. Aber es ist ein Ligaspiel, das wir gewinnen wollen", sagte der 31 Jahre alte gebürtige Preetzer. Unter seiner Verantwortung haben die "Störche" das eine oder andere Mal unter Beweis gestellt, dass sie dazu in der Lage sind, dem Tabellenführer die zweite Niederlage der Saison (nach dem 0:2 im Stadtderby beim FC St. Pauli) beizufügen.

Holstein-Trainer Werner zollt HSV Respekt

Am zehnten Spieltag der Zweiten Liga überraschten sie durch ein 1:0 beim VfB Stuttgart, und am vergangenen Sonntag zeigten sie beim aktuellen Zweiten Arminia Bielefeld eine richtig gute Vorstellung, letztlich verloren sie unglücklich mit 1:2. "Wir haben oft eine gute Kontrolle über das Spiel, schaffen es aber noch zu selten, uns daraus genügend Chancen zu erarbeiten. Wir wollen unserer Idealvorstellung von Spiel zu Spiel näherkommen", sagte Werner. Dem kommenden Gegner zollte er Komplimente. "Wir spielen gegen eine starke Mannschaft. Die Hamburger sind Tabellenführer, wirken sehr stabil und haben die Erwartungen bisher erfüllt."

Trainer Hecking warnt seine Spieler

Werners Trainerkollege Dieter Hecking sah dies auf dem Pressepodium im Volksparkstadion, als er unabhängig von Werners Aussagen darauf einging, nicht ganz so eindeutig.

"Das Spiel bei Wehen Wiesbaden war nicht gut", sagte der 55-Jährige über den jüngsten Auftritt seines Teams beim Abstiegskandidaten, bei dem durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit zwei Punkte verspielt worden waren. "Wenn wir wieder so fahrig spielen, werden wir gegen Kiel nicht gewinnen - das ist ganz klar. Wir brauchen eine deutliche Leistungssteigerung", fügte er hinzu.

HSV ohne Hunt und Harnik

Leicht werde es mit Sicherheit nicht, im dritten Zweitliga-Duell mit der KSV endlich etwas Zählbares mitzunehmen. "Holstein Kiel macht es derzeit sehr ordentlich. Man sieht eine Entwicklung in der Mannschaft", sagte Hecking, der auf seine Routiniers Aaron Hunt und Martin Harnik (beide Oberschenkelzerrung) verzichten muss. Mit dabei ist hingegen der ehemalige Holstein-Profi David Kinsombi.

Bei den Kielern fehlen David Atanga (Bänderdehnung im Sprunggelenk) und Jannik Dehm (Reha nach Schienbeinbruch).

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 09.11.2019 | 13:00 Uhr