Hansa Rostock darf gegen Lübeck vor 7.500 Zuschauern spielen

Stand: 18.05.2021 17:22 Uhr

Es ist angerichtet für eine Aufstiegsfeier im Ostseestadion. Fußball-Drittligist Hansa Rostock darf am letzten Spieltag gegen den VfB Lübeck 7.500 Fans empfangen. Das Kabinett in Mecklenburg-Vorpommern gab am Dienstag grünes Licht.

Wenn Hansa am Sonnabend (13.30 Uhr/live im NDR Fernsehen und bei NDR.de) gegen Lübeck gewinnt, ist der Aufstieg der Mecklenburger in die Zweite Liga perfekt. Es wäre die Krönung einer zwar Corona-bedingt schwierigen, aber sehr erfolgreichen Saison für die Rostocker.

Die Partie gegen Lübeck könne als Modellprojekt umgesetzt werden, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU). Den zuständigen Rostocker Behörden seien nun geeignete Schutz- und Hygienekonzepte vorzulegen, die insbesondere einer Zustimmung des Gesundheitsamtes und der Polizei bedürfen, so Glawe.

Vor dem Beschluss hatten bereits drei Ministerien an den Beratungen mit dem Club teilgenommen. So war die Zustimmung des Kabinetts nur noch eine Formsache.

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Zuschauer beim Spiel Hansa Rostock gegen Halle. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild pool Foto: Bernd Wüstneck

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Am letzten Spieltag gegen den VfB Lübeck dürfen 7.500 Fans ins Ostseestadion. NDR.de gibt einen Überblick über die Regeln. mehr

Fanmassen vom Gelände in das Stadion holen

"Es geht darum, mögliche Fanmassen vor dem Stadiongelände mit in das Stadion zu nehmen. Hier versprechen wir uns eine gezielte und bessere Lenkung von Zuschauerströmen", hatte Glawe bereits am Montag erklärt.

"Wir haben uns gemeinsam auf eine Gesamtzahl von 7.500 Zuschauern beim Spiel am Sonnabend verständigt." Harry Glawe, stellvertretender Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern

Mit Blick auf das Lübeck-Spiel sagte Glawe: "Jeder, der als Zuschauer ins Stadion kommt, muss auch getestet werden. Hierfür können die Testzentren im Land genutzt werden. Auch der Verein schafft wieder Testmöglichkeiten vor Ort. Darüber hinaus wird jeder Zuschauer registriert, beispielsweise über die Luca-App. Details zum Sicherheits- und Hygienekonzept werden weiter abgestimmt."

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Philip Türpitz (FC Hansa Rostock, Nr. 26) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit seinen Mannschaftskollegen. © IMAGO / Fotostand Foto: Wagner

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Rostock hat bereits mindestens den dritten Tabellenrang sicher. Allerdings wollen die Norddeutschen die Ehrenrunde durch die Relegation unbedingt vermeiden. Wenn der drittplatzierte FC Ingolstadt sein Derby gegen 1860 München zeitgleich nicht gewinnt, könnte sich Hansa sogar eine Niederlage gegen Lübeck erlauben. Bei einem Rostocker Remis und einem Sieg von Ingolstadt kommt es auf die Tordifferenz an, die allerdings klar für Hansa spricht.

OB Madsen: Fans im Stadion = weniger Risiko

Wozu einige Anhänger des Clubs "imstande" sind, hatten sie am Sonnabend gezeigt, als rund 30 Pkw den Mannschaftsbus auf der Rückreise vom Sieg in Unterhaching (1:0) mitten auf der A9 zum Stehen gebracht hatten, um mit den Spielern zu feiern.

"Dass 7.500 Zuschauer ins Stadion dürfen, dafür müssen wir uns bei der Politik bedanken, die uns das Vertrauen entgegenbringt", betonte Hansa-Präsident Robert Marien.

Rostocks parteiloser Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen hatte vor der Sitzung in der "Ostsee-Zeitung" gesagt: "Wir haben nun die Wahl: Wollen wir viele kleine, diffuse Partys oder eine große mit klaren Regeln? Ich bin für die große Feier im Stadion. Die bedeutet weniger Risiko."

"Die Fans tragen eine hohe Verantwortung - innerhalb und außerhalb des Stadions", betonte Sportministerin Stefanie Drese (SPD) hinterher. Und Innenminister Torsten Renz (CDU) kündigte an: "Die Landespolizei wird gemeinsam mit dem Verein die Sicherheitsstrategie im Detail erarbeiten."

Im März erfolgreichen Probelauf absolviert

Schon zum Start in die Saison konnte Hansa noch 7.500 Zuschauern im Ostseestadion empfangen, bevor wieder Geisterspiele Einzug hielten. Im März durfte der Club dann allerdings einen Probelauf mit 702 Fans im Stadion absolvieren.

Die Karten gingen ausschließlich an Sponsoren-Vertreter oder Dauerkarteninhaber. Alle mussten sich in einer der Teststationen vor dem Stadion einem Corona-Schnelltest unterziehen. Das Konzept war in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium Mecklenburg-Vorpommerns entworfen und hinterher als großer Erfolg bezeichnet worden.

Sieben-Tage-Inzidenz für Stadt Rostock bei 52,58

Oberbürgermeister Madsen sprach von "einem großen Tag für Rostock" und hatte eine perspektivische Höchstgrenze von 3.000 Zuschauern ins Spiel gebracht. Allerdings gingen dann die Corona-Fallzahlen wieder in die Höhe, sodass daran nicht angeknüpft werden konnte. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der "Vorzeigestadt" Rostock war zwischenzeitlich auf über 100 gestiegen. Am Montag lag sie bei 52,58.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 17.05.2021 | 19:30 Uhr

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