Robert Marien © imago images

Hansa-Chef schockiert über Antisemitismus-Vorwurf

Stand: 03.12.2021 06:28 Uhr

Die Dokumentations- und Informationsstelle Antisemitismus kritisiert Hansa-Chef Marien: Er soll den Terror der NS-Zeit verharmlost haben. Der Vorstandsvorsitzende wies diese Kritik umgehend zurück.

Hansa Rostocks Vorstandsvorsitzender Robert Marien weist Antisemitismus-Vorwürfe in Zusammenhang mit 2G- und 3G-Regeln im Stadion zurück. Die Dokumentations- und Informationsstelle Antisemitismus Mecklenburg-Vorpommern (DIA.MV) hatte ihn scharf kritisiert.

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Marien kritisiert Vorgehen der DIA.MV

Robert Marien zeigte sich schockiert und empört: "Eine solche Denkweise entspricht nicht einmal im Ansatz meiner persönlichen politischen Einstellung", so der Vorstandsvorsitzende. Er kritisierte seinerseits die DIA.MV: Es sei eher inakzeptabel, "dass Unterstellungen mit dieser Tragweite per Pressemitteilung verbreitet werden, ohne vorab das persönliche Gespräch mit mir zu suchen, in dem ich diese Fehlinterpretation sofort hätte richtig stellen können".

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 03.12.2021 | 06:30 Uhr

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