Stand: 21.04.2018 17:24 Uhr

Hannover 96 chancenlos gegen Meister Bayern

von Ingmar Deneke, NDR.de
Die 96er um Josip Elez (u.) kämpften erfolgslos gegen übermächtige Bayern.

Hannover 96 hat sein Heimspiel gegen den alten und neuen deutschen Meister Bayern München wie erwartet verloren. Am Sonnabend unterlag das Team von Trainer André Breitenreiter vor 49.000 Zuschauern (ausverkauft) mit 0:3 (0:0). Zwei eingewechselte Superstars brachten die Münchner in der zweiten Hälfte auf die Siegerstraße: Thomas Müller traf mit dem Fuß, Robert Lewandowski mit dem Kopf. Den Schlusspunkt setzte Sebastian Rudy. "In der zweiten Halbzeit hat uns einfach die Power gefehlt. Das ist schade", sagte der starke 96-Torwart Philipp Tschauner. Seine Hannoveraner treten am kommenden Freitag (20.30 Uhr) bei der TSG Hoffenheim an, der FC Bayern ist bereits am Mittwoch (20.45 Uhr) in der Champions League bei Real Madrid gefordert.

Tschauner überragend in der ersten Hälfte

Wie erwartet schmiss Bayern-Trainer Jupp Heynckes nach dem Pokalspiel unter der Woche die Rotationsmaschine an. So kam zum Beispiel der 18 Jahre alte Innenverteidiger Lars Lukas Mai zu seinem Bundesliga-Debüt. Trotz der Umstellungen dominierten die Münchner die erste Hälfte und hatten genug Chancen, um mit einem kleinen Polster in die Kabine zu gehen. Zwei Treffer hatte allein Nationalstürmer Sandro Wagner auf dem Kopf, seine Abschlüsse kamen allerdings zu unplatziert auf den Kasten, sodass Tschauner jeweils parieren konnte (17., 30.). Weil der 96-Keeper auch die Schüsse von Niklas Süle (17.) und Thiago (42.) abwehren konnte, war der 32-Jährige der beste 96-Profi der ersten Hälfte.

Hannover wehrte sich nach Kräften, trat in der Offensive aber über weite Strecken harmlos auf: Die Ausnahmen waren ein abgeblockter Schuss von Stürmer Niclas Füllkrug (26.) und eine Freistoßverlängerung von Verteidiger Timo Hübers, die Bayern-Torwart Sven Ulreich glänzend aus dem kurzen Eck kratzte (28.). Plötzlich waren die 96er ganz nah dran an der Führung.

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Den ersten Abschluss nach der Pause hatte der frisch eingewechselte Müller, der allerdings das lange Eck klar verfehlte (49.). Während sich der Nationalspieler nach dieser Szene noch verärgert die Haare raufte, riss er acht Minuten später die Arme zum Torjubel hoch. Nach einer Flanke von Juan Bernat fand die Volleyabnahme von Müller ihr Ziel zur verdienten Bayern-Führung. An der Ausrichtung der 96er änderte das nichts, der Außenseiter spielte weiter zaghaft nach vorne und setzte auf Konter. Und so hatte der Kopfball-Treffer von Lewandowski zum 0:2 bereits entscheidenden Charakter (73.). Es war der 28. Saisontreffer des Polen, der zuvor für Wagner in die Partie gekommen war. Den Schlusspunkt setzte Rudy, der eine Müller-Vorlage in den dritten Treffer der Partie verwandelte (89.).

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