Stand: 14.12.2018 20:23 Uhr

Herbstmeister! HSV gewinnt in Duisburg

von Sebastian Ragoß, NDR.de
Traumtor: Aaron Hunt trifft per Freistoß in Duisburg.

Das erste Zwischenziel hat der Hamburger SV erreicht. Der Bundesliga-Absteiger gewann am Freitagabend mit 2:1 (2:1) beim MSV Duisburg und sicherte sich damit die Herbstmeisterschaft in der zweiten Fußball-Bundesliga. Die beeindruckende Bilanz der Mannschaft von Trainer Hannes Wolf auf fremden Plätzen zur Saisonhalbzeit: sieben Siege und ein Remis. "Die Herbstmeisterschaft ist auf jeden Fall eine schöne Sache, vor allem für die Fans. Das können wir jetzt ein bis zwei Tage genießen", sagte Kapitän Aaron Hunt.

Führung - Ausgleich - erneute Führung

17.Spieltag, 14.12.2018 18:30 Uhr

MSV Duisburg

1

Hamburger SV

2

Tore:

  • 0:1 Narey (12.)
  • 1:1 Nauber (14.)
  • 1:2 Hunt (19.)

MSV Duisburg: Mesenhöler - Regäsel, Wiegel, Nauber, Seo - Fröde (46. Albutat), Schnellhardt - Stoppelkamp (79. Engin), Oliveira Souza (68. Gyau) - Iljutcenko, Sukuta-Pasu
Hamburger SV: Pollersbeck - G. Sakai, Bates, van Drongelen, Douglas Santos - Mangala - Narey, Hunt (90.+1 C. Moritz), L. Holtby (75. Vagnoman), Jatta (84. Arp) - Hwang
Zuschauer: 26500

Weitere Daten zum Spiel

Auf dem extrem strapazierten Rasen im ehemaligen Wedaustadion bestätigten sich die Eindrücke der vergangenen Wochen: Unter Wolf hat sich der HSV taktisch verbessert, agiert souveräner, aber keineswegs dominant. Oder in den Worten von Verteidiger Rick van Drongelen: "Es ist mir egal, wie wir gewinnen. Die Hauptsache ist, dass wir gewinnen." Auch beim MSV kontrollierten die Hanseaten die Begegnung - dank ihrer fußballerischen Überlegenheit und größeren individuellen Klasse. Ein Selbstläufer war jedoch auch diese Partie nicht, da einmal mehr deutlich wurde, dass der HSV in der Defensive anfällig ist. Nach der schnellen Führung durch Khaled Narey, der in der zwölften Minute ein Zuspiel von Hee-chan Hwang verwertete, richteten sich viele Hamburger Fans wohl bereits auf einen entspannten Abend ein. Doch zwei Minuten später fiel der Ausgleich durch Gerrit Nauber, der bei einem Eckball vollkommen ungehindert aus elf Metern volley einschießen durfte.

Es folgte Aaron Hunts großer Auftritt: Der Routinier legte sich den Ball 22 Meter vor dem MSV-Tor zum Freistoß zurecht und schlenzte ihn zentimetergenau ins Tor. Fünf Minuten später wäre ihm das gleiche Kunststück aus größerer Entfernung beinahe noch einmal gelungen. Dieses Mal segelte die Kugel knapp über die Latte. Duisburg blieb allerdings gefährlich, eben weil die HSV-Defensive alles andere als ein Bollwerk ist. Moritz Stoppelkamp (29.) und Stanislav Iljutcenko (36.) hatten Chancen zum 2:2. "Wir haben ein paar Mal nicht gut verteidigt", kritisierte auch Wolf.

Letzte Partie des Jahres bei Holstein Kiel

Entschieden war also noch lange nichts. Jedenfalls nicht, solange die Hamburger nicht das dritte Tor erzielen würden. Verteidiger David Bates (53.) hätte es markieren können, Hwang (61.) erzielen müssen. Der Koreaner hatte MSV-Schlussmann Daniel Mesenhöler bereits ausgespielt, scheiterte mit seinem Schuss aber an Nauber, der kurz vor der Linie klärte. Der HSV machte es sich anschließend weiterhin unnötig schwer. Duisburg bot eine Menge Räume, doch der Tabellenführer spielte seine Angriffe schlecht aus. Es reichte trotzdem zum elften Saisonsieg. "Es war das erwartet schwere Spiel", so Wolf. Ob der HSV auch als Tabellenführer überwintert, entscheidet sich am 23. Dezember. Dann gastieren die Hamburger bei Holstein Kiel - jenem Team, das zum Saisonauftakt mit 3:0 im Volksparkstadion gewann.

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