HSV-Trainer Tim Walter © Witters

HSV vor Heidenheim: Ohne Leistner, aber mit Geduld

Stand: 28.08.2021 10:19 Uhr

Mit fünf Punkten aus vier Spielen ist der HSV schwach in die Zweitligasaison gestartet. Der Spielstil von Neu-Trainer Tim Walter ist risikoreich. Vor dem Spiel in Heidenheim war aber eher die Aussortierung von Toni Leistner das Thema.

"Ich verstehe es, wenn ein Spieler mit seiner Rolle nicht zufrieden ist. Trotzdem ist man Teil einer Mannschaft", sagte Trainer Tim Walter vor dem heutigen Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim (13.30 Uhr, im NDR Livecenter) und gab sich ungewohnt diplomatisch. "Ich gehe hier den Weg, den der Club und die Verantwortlichen eingeschlagen haben, mit." Was soll er "als Angestellter des Vereins" auch anderes tun.

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Toni Leistner vom HSV © Witters Foto: Valeria Witters

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"Grundsätzlich halten wir immer Ausschau"

Gleichwohl hat der neue Coach der Hamburger nun einen Innenverteidiger weniger zur Verfügung, auch wenn Leistner in Walters Überlegungen kaum noch eine Rolle gespielt hatte. Gesetzt sind zurzeit Jonas David und Sebastian Schonlau in der Abwehrzentrale beim HSV. "Und wir haben ja mit Moritz Heyer und Maximilian Rohr zwei, die die Position besetzen können", so Walter, der aber auch Verstärkung nicht ausschließen wollte. "Wir haben eine Mannschaft mit Potenzial, aber grundsätzlich halten wir immer Ausschau."

Walter: "Geht nie etwas von heute auf morgen"

Ein bisschen Routine vor allem in der Rückwärtsbewegung würde der Walter-Elf ohne Frage gut zu Gesicht stehen. Gerade bei dem vom Trainer verordneten, extrem offensivem Spielstil. Zuletzt beim 2:2 gegen Darmstadt wurde das wieder deutlich. "Es geht nie etwas von heute auf morgen", sagte der Coach. "Wir haben Geduld." Eine Tugend, die im Umfeld des HSV in den vergangenen Jahren auf wenig Gegenliebe stieß.

Lob für Frank Schmidts Heidenheim

Beim Gegner Heidenheim sieht das anders aus. Trainer Frank Schmidt genießt seit mittlerweile knapp 14 Jahren das Vertrauen der Clubführung. "Der 1. FC Heidenheim hat mit Frank Schmidt eine Institution, die maßgeblich daran beteiligt war und ist, was der Verein heute darstellt", lobte Werner seinen Kollegen. "Sie stehen für hohe Intensität und viel Laufbereitschaft."

Vom Duell "großer HSV gegen kleines Heidenheim" wollte er aber nichts wissen: "Es gibt in der Liga keine Kleinen." Auch Heidenheim sei nicht klein, "wenn man für Tim Kleindienst 2,5 Millionen Euro ausgeben kann". Da sprach dann eher nicht der Diplomat aus Walter.

Mögliche Aufstellungen:

1. FC Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Hüsing, Theuerkauf - Schöppner, Burnic - Thomalla, Leipertz - Kühlwetter - Kleindienst
Hamburger SV: Heuer Fernandes - Gyamerah, David, Schonlau, Leibold - Meffert - Heyer, Suhonen - Jatta, Glatzel, Kittel

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