Collage St.-Pauli und HSV-Fans © imago sportfotodienst Foto: Philipp Szyza, S.Sonntag

HSV und St. Pauli können Stadien zu 30 Prozent auslasten

Stand: 02.07.2021 20:58 Uhr

Die Fußball-Zweitligisten Hamburger SV und FC St. Pauli können zum Auftakt der Saison ihre Heimspiele mit einer Stadionauslastung von 30 Prozent bestreiten. Doch der HSV ist unzufrieden.

Das haben die zuständigen Behörden nach Rücksprache mit den beiden Clubs festgelegt. "Mit diesem ersten Schritt kommen wir der sportlichen Normalität ein gutes Stück näher, bleiben aber verantwortungsbewusst", sagte Hamburgs Sportsenator Andy Grote (SPD) am Freitag.

"Wir freuen uns, dass wir für die Vereine jetzt Klarheit schaffen konnten", so Grote: "Insgesamt können damit mehrere Zehntausend Fans beim Saisonstart ihrer Mannschaften dabei sein, die jetzt mit zusätzlichem Rückenwind in die neue Saison starten." Über eine weitere Auslastung der Stadien soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

9.000 Zuschauer am Millerntor, 17.000 im Volkspark

Der FC St. Pauli könnte damit für das Nordduell gegen Holstein Kiel am 25. Juli knapp 9.000 Fans ins Millerntor-Stadion lassen. "Nach dieser mündlichen Übereinkunft reichen wir nun den formalen Antrag mit unserem finalen Schutzkonzept ein", kündigte St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich an. "Die Gesundheit und Sicherheit aller genießen nach wie vor die höchste Priorität."

"Die Pandemie ist noch nicht vorbei und wir dürfen nicht nachlässig werden. Dennoch ist die Entscheidung, die Möglichkeit zu erhalten, 9.000 Besucher*Innen ins Millerntor-Stadion einlassen zu können, richtig, vertretbar und eine tolle Nachricht." St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich

Der HSV, der am 23. Juli bei Schalke 04 die Saison eröffnet, spielt erst am 1. August Zuhause. Gegen Dynamo Dresden könnten nach der 30-Prozent-Regelung gut 17.000 Zuschauer die Partie verfolgen. Laut Innenbehörde dürfen im Volksparkstadion nur Sitzplätze vergeben werden, Gäste-Fans sind nicht zugelassen. Die Tickets sind personalisiert und werden nur an Zuschauer mit erstem Wohnsitz in Hamburg vergeben.

HSV prüft eine Beschwerde

Und genau das ist aus HSV-Sicht ein Problem. "Das können und wollen wir so nicht akzeptieren. Unsere Stadtgrenzen liegen weniger als vier Kilometer vom Volksparkstadion entfernt und unsere Anhängerschaft kommt zu einem großen Teil auch aus den benachbarten Bundesländern", sagte Vorstand Frank Wettstein. "Wir sehen aufgrund der ohnehin erforderlichen Kontaktnachverfolgung mit personalisierten Tickets und vielen weiteren Schutzmaßnahmen zudem keinerlei Zusatznutzen im Sinne der Pandemiebekämpfung."

Laut Mitteilung des Clubs könnte deshalb das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Der HSV prüft demnach eine Beschwerde gegen eine behördliche Auflage.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 02.07.2021 | 19:30 Uhr

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