Stand: 21.10.2019 23:04 Uhr

HSV punktet in Bielefeld und bleibt Erster

von Christian Görtzen, NDR.de

Der Hamburger SV hat seine Spitzenposition in der zweiten Fußball-Liga behauptet, es aber verpasst, einen großen Schritt in Richtung Aufstieg zu machen. In der Toppartie des zehnten Spieltages mussten sich die Hanseaten am Montagabend bei Arminia Bielefeld nach einer starken ersten Halbzeit mit einem 1:1 (1:0) zufriedengeben. Die Mannschaft von HSV-Trainer Dieter Hecking führt die Tabelle nun mit 21 Punkten vor dem VfB Stuttgart (20) sowie Bielefeld (19) und dem FC Erzgebirge Aue (18) an. Für die Hanseaten geht es anspruchsvoll weiter - mit einer Doppelaufgabe vor heimischem Publikum gegen Stuttgart in Meisterschaft (Sonnabend) und DFB-Pokal (29. Oktober).

"Wenn du beide Halbzeiten ansiehst, ist das Unentschieden wahrscheinlich gerecht. Aber in der ersten Halbzeit wäre für uns sicherlich mehr drin gewesen", sagte Hamburgs Torschütze Lukas Hinterseer dem NDR.

Hinterseer nimmt "Geschenk" dankend an

Hecking hatte im Vergleich zum vergangenen Heimspiel gegen Greuther Fürth (2:0) eine Änderung an seiner Startelf vorgenommen: Anstelle von Aaron Hunt (muskuläre Probleme) spielte Sonny Kittel.

10.Spieltag, 21.10.2019 20:30 Uhr

Arm.Bielefeld

1

Hamburger SV

1

Tore:

  • 0:1 Hinterseer (14.)
  • 1:1 Klos (50.)

Arm.Bielefeld: Ortega - Brunner, Pieper, Nilsson, Hartherz - Prietl - Soukou (68. Clauss), Hartel (89. Schütz), Edmundsson (46. Yabo) - Klos, Voglsammer
Hamburger SV: Heuer Fernandes - Vagnoman, Letschert, van Drongelen, Leibold - Fein - Dudziak (87. G. Jung), Kittel (78. Kinsombi) - Harnik (75. Narey), Hinterseer, Jatta
Zuschauer: 26515

Weitere Daten zum Spiel

Das Spitzenspiel auf der "Alm" benötigte keine Anlaufzeit. Nach einem ersten Schuss von Arminia-Offensivkraft Cebio Soukou, den HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes parierte (3.), bot sich den Norddeutschen im Gegenzug eine gute Gelegenheit zur frühen Führung. Martin Harnik legte per Hinterkopf auf Hinterseer ab, doch der Österreicher scheiterte hier noch zentral aus 18 Metern mit einem strammen Schuss an Bielefelds Schlussmann Stefan Ortega. Für den nächsten kreativen Einfall im Offensivspiel sorgte Adrian Fein. Mit einem herrlichem Steilpass per Außenrist setzte er Kittel in Szene, der den Ball sofort flach in die Mitte passte, wo sich aber kein Abnehmer (11.) fand. Lange mussten sich die Hanseaten aber nicht darüber grämen, ihnen wurde wenig später vom Gegner ein "Geschenk" gemacht. Dem färingischen Nationalspieler Joan Simun Edmundsson misslang ein Rückpass auf seinen Keeper komplett. Er spielte den Ball in den Lauf von Hinterseer, der Ortega ausguckte und den Ball rechts unten zum 1:0 (14.) ins Netz jagte.

Echtes Topspiel mit vielen Chancen

Bild vergrößern
HSV-Torschütze Lukas Hinterseer (r.) mit Adrian Fein beim Torjubel.

Der HSV stellte auch in der Folgezeit unter Beweis, warum er in der Zweitliga-Tabelle ganz vorne steht. Er spielte mit großer Offensiv-Wucht - nur ein weiterer Erfolg blieb aus. Kittel setzte den Ball auf das Tornetz (18.), Bakery Jatta einen wuchtigen Kopfball knapp neben den Pfosten (29.). Aber auch die Ostwestfalen trugen mit guten Angriffen dazu bei, dass die Zuschauer ein packendes Spitzenspiel zu sehen bekamen. Kapitän Fabian Klos prüfte Heuer Fernandes mit einem Schuss aus der Drehung (20.) und noch einmal aus halblinker Strafraumposition (33.). Direkt im Gegenzug verpasste Hamburgs Jeremy Dudziak mit seinem flachen Diagonalschuss nur um Zentimeter das Ziel (34.). Mit der gerechten Führung für die Gäste ging es in die Kabinen.

Klos gleicht für Arminia zum 1:1 aus

Lange durften sich die mitgereisten 3.500 HSV-Fans im Gästeblock an dem Vorsprung aber nicht mehr erfreuen. Nach einer Ecke von Marcel Hartel köpfte Klos den Ball zum 1:1 (50.) ein. Die HSV-Profis beschwerten sich bei Schiedsrichter Frank Willenborg (Gehlenberg), dass in der Szene zuvor ihr Mitspieler Josha Vagnoman vom Bielefelder Andreas Voglsammer geschubst worden sei und es den Eckstoß gar nicht hätte geben dürfen. Nur: Es gab ihn nun mal - und das Defensivverhalten der Gäste, die sich auf die Hereingabe konzentrieren konnten, war dann nicht gut.

Dudziak setzt Volleyschuss an die Latte

Der Treffer hinterließ Wirkung beim Hecking-Team. Bielefeld war danach das bestimmende Team und kam durch Hartel (55./65.), Voglsammer (70.) sowie Klos (73./80.) zu guten bis sehr guten Möglichkeiten. Vom HSV kam offensiv lange Zeit wenig - bis zur 86. Minute, als Dudziak recht unvermittelt einen Volleyschuss an die Latte setzte. Beide Teams drängten auf ein weiteres Tor, doch das fiel nicht mehr.

Weitere Informationen

Ergebnisse und Tabelle 2. Fußball-Bundesliga

Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 21.10.2019 | 23:03 Uhr