Stand: 11.02.2019 22:25 Uhr

HSV feiert Arbeitssieg gegen Dresden

von Hanno Bode, NDR.de
Lewis Holtby (v.) überwand Keeper Markus Schubert in der 84. Minute zum 1:0-Sieg.

Der HSV hat die Zweitliga-Tabellenführung durch einen verdienten 1:0 (0:0)-Sieg gegen Dynamo Dresden untermauert. Lewis Holtby erzielte am Montagabend in der 84. Minute das entscheidende Tor für die Hamburger. Nach einem ereignisarmen ersten Durchgang, in dem sich das Team von Coach Hannes Wolf sehr schwer tat, wussten sich die Hausherren nach dem Seitenwechsel zu steigern. Das große Manko des sechsmaligen deutschen Meisters bleibt aber der Abschluss. Nach 21 Spieltagen hat der Aufstiegsfavorit gerade einmal 28 Treffer auf seinem Konto.

"Ich glaube, wir haben den Gegner eigentlich wieder dominiert. Die hatten zwar einige gute Konterchancen, aber am Ende des Tages haben wir die hinten reingedrängt", analysierte Holtby im Interview mit NDR 90,3: "Das nicht alles perfekt war, wissen wir auch. Klar, wir müssen mal wieder effektiver werden, aber am Ende des Tages zählen die drei Punkte."

Hamburg im Vorwärtsgang zu ungefährlich

Lewis Holtby © imago / Michael Schwarz

Holtby: "Am Ende des Tages zählen die drei Punkte"

Lewis Holtby hat den HSV zum 1:0-Sieg gegen Dresden geschossen. Der Mittelfeldmann freute sich hernach über den Sieg, bemängelte im Interview aber auch die fehlende Kaltschnäuzigkeit im Abschluss.

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Der HSV sah sich wie so häufig im bisherigen Saisonverlauf einem Gegner gegenüber, der kein großes Interesse zeigte, die Spielgestaltung zu übernehmen. Die Sachsen machten die Räume in einer 5-4-1-Formation eng, wenn die Gastgeber in Ballbesitz waren. Der Tabellenführer tat sich schwer, Pässe in die Schnittstellen dieser engmaschigen Verteidigung zu bekommen. Und wenn es ihm dann doch einmal gelang, konnten die Abnehmer - allen voran der in Hälfte eins unglücklich agierende Linksaußen Bakery Jatta - den Angriff nicht positiv abschließen. Die beste Gelegenheit für den Pokalviertelfinalisten resultierte nicht von Ungefähr aus einer Standardsituation: Rechtsverteidiger Gideon Jung scheiterte nach einem Eckstoß an Keeper Markus Schubert (9.). Hinzu kamen vor dem Seitenwechsel noch einige wenige Hamburger Halbchancen. So beispielsweise ein Schuss von Holtby aus 18 Metern, den Schubert mühelos unter sich begrub (43.).

Dresden war bei seinen wenigen Angriffen sogar etwas gefährlicher. Jannis Nikolaou (15.) und der frühere St.-Pauli-Profi Sören Gonther (30.) kamen aus aussichtsreichen Positionen zu Abschlüssen, droschen den Ball aber jeweils in Rücklage ins Fangnetz.

Pollersbeck verhindert Rückstand

21.Spieltag, 11.02.2019 20:30 Uhr

Hamburger SV

1

Dyn. Dresden

0

Tore:

  • 1:0 L. Holtby (84.)

Hamburger SV: Pollersbeck - G. Jung, Bates, van Drongelen, Douglas Santos (60. Vagnoman) - Mangala - Narey, B. Özcan (77. Tat. Ito), L. Holtby, Jatta (84. Arp) - Lasogga
Dyn. Dresden: M. Schubert - Wahlqvist, Gonther (87. L. Röser), J. Müller, Hamalainen, Burnic - Nikolaou, Benatelli, Ebert (73. Berko), Duljevic (85. Atilgan) - Kone
Zuschauer: 46927

Weitere Daten zum Spiel

Der HSV hätte also gewarnt sein sollen. War es aber offenbar nicht. Jedenfalls besaß Dynamo sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff die bis dahin beste Möglichkeit der Partie. Nach einem Hamburger Ballverlust im Mittelfeld wurde Moussa Koné steil geschickt, der Angreifer schüttelte mühelos David Bates ab, scheiterte dann jedoch am aufmerksamen Keeper Julian Pollersbeck. Durchatmen beim Anhang der Hanseaten, der kurz darauf seinerseits den Torschrei auf den Lippen hatte, als Pierre-Michel Lasogga in die Lüfte stieg, seinen Kopfball aber zu schwach platzierte - Schubert konnte parieren (55.). Fünf Minuten später war der Arbeitstag für Lasoggas Mannschaftskameraden Douglas Santos beendet. Allerdings unfreiwillig. Der Linksverteidiger musste angeschlagen ausgewechselt werden. Für ihn kam der 19-jährige Josha Vagnoman. Ein anderer Teenager musste derweil weiter auf seinen Einsatz warten: Fiete Arp. In Spiel eins nach der offiziellen Bekanntgabe seines Wechsels zum FC Bayern München schmorte der 19-Jährige bis zur 84. Minute auf der Bank - der wieder genesene Lasogga spielte für ihn von Beginn an.

Holtby profitiert von Schubert-Aussetzer

Doch nicht der engagierte, aber glücklose Torjäger, sondern Holtby hatte zwei weitere Male die Führung auf dem Fuß. Sein erster Schuss wurde gerade noch zur Ecke abgefälscht (67.), die zweite Gelegenheit des Mittelfeldmanns vereitelte Schubert (68.). Beim Versuch des eingewechselten Tatsuya Ito musste der Keeper dann nicht eingreifen - er landete in der zweiten Etage (80.). Die Führung für den Klassenprimus wäre zu diesem Zeitpunkt längst verdient gewesen, zumal Dresden seine Offensivbemühungen auf ein Minimum beschränkt hatte. Und sechs Minuten vor Ultimo wurden die Hanseaten dann endlich für ihr nimmermüdes Anrennen belohnt: Der bis dahin so glänzende Schubert schoss Holtby an, dieser drehte sich blitzschnell und bugsierte den Ball ins Netz - die Entscheidung.

Weitere Informationen
01:44
NDR 2

Lasogga: "Ein glücklicher, aber verdienter Sieg"

11.02.2019 22:58 Uhr
NDR 2

Der HSV musste gegen Dresden hart kämpfen, bevor er Dynamo mit 1:0 in die Knie gezwungen hatte. Angreifer Pierre-Michel Lasogga war nach dem Abpfiff dementsprechend glücklich. Audio (01:44 min)

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 11.02.2019 | 22:40 Uhr