Stand: 16.06.2020 06:43 Uhr

HSV erwartet Favoritenschreck Osnabrück

Osnabrücks Marcos Alvarez (l.) und Hamburgs Gideon Jung kämpfen um den Ball. © imago images / pmk
In der Hinrunde gewann Marcos Alvarez (l.) mit Osnabrück 2:1 gegen Gideon Jung und den HSV.

Wenn der Hamburger SV heute (18.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) den VfL Osnabrück erstmals in einem Pflichtspiel im Volksparkstadion zu Gast hat, dann sind die Hanseaten als Tabellenzweiter klarer Favorit gegen den Abstiegskandidaten. Mit einem Sieg könnten sich die Hamburger zudem einen "Matchball" im Aufstiegsrennen erarbeiten und im besten Fall dann schon fünf Tage später in Heidenheim die Rückkehr in die Bundesliga perfekt machen. Von solchen Rechenspielen wollte HSV-Trainer Dieter Hecking am Montag nichts hören: "Wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Es nützt nichts jetzt über die Konstellation zu reden. Wir müssen morgen den VfL Osnabrück bespielen und werden da nichts geschenkt bekommen."

Osnabrück mag die Top-Teams der Liga

Tatsächlich sollte der HSV den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen: Denn die jüngsten drei Duelle mit dem VfL wurden allesamt verloren, zuletzt gab es im Dezember ein 1:2 an der Bremer Brücke. Außerdem ist Osnabrück in dieser Saison so etwas wie ein Favoritenschreck und hat von den bisherigen fünf Partien gegen die drei Top-Teams der Liga nur eine verloren. Jüngst punkteten die Lila-Weißen in Bielefeld (1:1) und in Stuttgart (0:0).

Personelle Sorgen beim VfL

VfL-Mittelfeldspieler David Blacha reist deshalb selbstbewusst an die Elbe.

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Osnabrücks Etienne Amenyido (l.) und Hamburgs Jeremy Dudziak kämpfen um den Ball. © imago images / pmk

HSV - Osnabrück: Die möglichen Aufstellungen

Die voraussichtlichen Aufstellungen des HSV und des VfL Osnabrück. Bildergalerie

"Wir wissen jedenfalls, dass wir aktuell auswärts besser drauf sind und dort auch die Großen ärgern können, das wollen wir am Dienstag nun auch beim Hamburger SV tun", sagte der 29-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung". In der Tat sind die Niedersachsen seit dem Neustart in der Fremde ungeschlagen (ein Sieg, zwei Remis).

Osnabrücks Trainer Daniel Thioune fordert von seinem Team "ein komplett anderes Gesicht" als bei der 0:2-Heimniederlage gegen Bochum: "Wir haben alles weiterhin selbst in der Hand. Aber wir müssen natürlich beim HSV wieder an unser Leistungsmaximum kommen, um dort etwas Zählbares zu erreichen." Personell ist der VfL-Coach zu Wechseln gezwungen. Innenverteidiger Maurice Trapp fehlt in Hamburg gelbgesperrt, die Einsätze von Niklas Schmidt (Gesichtsverletzung), Marcos Alvarez (Adduktorenprobleme) und Ulrich Taffertshofer (muskuläre Probleme) sind fraglich.

HSV ohne van Drongelen und Dudziak

Ähnliche Sorgen gibt es auf Seiten des HSV. In Rick van Drongelen muss ebenfalls ein Innenverteidiger wegen seiner fünften Gelben Karte pausieren, Jeremy Dudziak fällt wegen muskulärer Probleme aus - die Verletzung hatte ihn schon bei der Partie in Dresden (1:0) zum Zuschauen gezwungen. Immerhin: Die Knieverletzung von David Kinsombi hat sich als nicht so schwer erwiesen. Hecking zeigte sich zuversichtlich: "Es gibt keinen Grund, nicht positiv zu sein. Im Verlauf einer langen Saison gibt es natürlich Schwankungen. Wir müssen den Druck auf unsere Konkurrenten jetzt weiter hochhalten."

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Fußball-Tabelle © Panthermedia,  Screenshot/NDR Foto: Tobias Eble

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Die NDR 2 Bundesligashow | 16.06.2020 | 18:00 Uhr

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