HSV-Stürmer Bobby Wood. © imago images / Picture Point LE

HSV: Thioune glaubt weiter an Wood

Stand: 12.10.2020 15:13 Uhr

Niemand schien beim Hamburger SV Bobby Wood noch auf dem Zettel zu haben, doch nach dem jüngsten Testspiel, in dem der US-Amerikaner ein Tor erzielte, macht Coach Daniel Thioune dem Stürmer Hoffnung.

Dabei ist Woods-Bilanz an der Elbe bislang äußerst bescheiden: Sein bislang letztes Pflichtspieltor für die Hanseaten markierte er vor zweieinhalb Jahren, am 28. April 2018 gegen den VfL Wolfsburg. Fairerweise muss dazu gesagt werden, dass der Stürmer danach in der Liga nur noch achtmal für die Hamburger auflief, letztmals am 29. November des vergangenen Jahres. In dieser Saison schlagen bislang zwölf Pokalminuten (beim 1:4 in Dresden) zu Buche. Auch seine zwischenzeitliche Ausleihe nach Hannover hatte für keine Leistungsexplosion gesorgt: In 22 Bundesligapartien für 96 gelangen ihm lediglich drei Treffer - der letzte im November 2018. Kein Wunder, dass der HSV den mit geschätzten 1,8 Millionen Euro üppig verdienenden Stürmer wieder loswerden wollte.

Thioune: Lob für Wood, Kritik an Hinterseer

Wood aber blieb. "Er hat sich erklärt, dass er unseren Weg mitgehen will", sagte Thioune, für den die Vergangenheit nun passé sein soll: "Bobby eilt viel voraus, aber ich bin völlig unbedarft an die Nummer rangegangen." Und so gab es viel Lob für Woods Leistung beim 4:3-Erfolg über den dänischen Zweitligisten FC Fredericia: "Bobby hat es sicher deutlich besser gemacht als Lukas in den 60 Minuten vorher." Ein kleiner Seitenhieb in Richtung Lukas Hinterseer, den Thioune in die Pflicht nahm. "Ich fand ihn in der Vorbereitung gut. Gegen Fredericia hätte ich mir etwas mehr Torgefahr gewünscht." Die Botschaft an Wood: Er soll im Angriff zumindest die Spannung hochhalten und um seinen Platz hinter den gesetzten Simon Terodde und Manuel Wintzheimer kämpfen.

Zahlt Wood das Vertrauen zurück?

Wie rigoros Thioune mit Spielern umgeht, die sich hängen lassen, bewies er im Fall Ewerton: "Ich wende lieber Energie auf für die Jungs, die an einem Strang ziehen, als für die, die mit einer Schere daneben stehen und diesen Strang abschneiden wollen", sagte Thioune im Vereins-Podcast "Pur der HSV". Mit Ewerton habe er zuletzt nur noch das Nötigste besprochen, der Brasilianer wechselte zum Ligarivalen Würzburger Kickers. Bei Wood hingegen habe er "schon noch die Fantasie, dass er vielleicht einigen zeigen kann, was er kann. Aber da muss natürlich auch was von ihm kommen." Ähnliches Vertrauen in den Stürmer hatten zuvor auch die HSV-Trainer Dieter Hecking und Christian Titz, sowie in Hannover Thomas Doll und André Breitenreiter - zurückgezahlt hatte es Wood ihnen nicht.

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Sportplatz | 11.10.2020 | 18:00 Uhr

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