Hamburgs Manuel Wintzheimer, Simon Terodde und Khaled Narey (v.l.) bejubeln ein Tor. © Witters

HSV: Startrekord und Tabellenführung

Stand: 21.10.2020 20:19 Uhr

Der HSV hat mit dem 3:0-Erfolg gegen Erzgebirge Aue am Mittwochabend einen Vereinsrekord aufgestellt. Vier Siege zum Saisonstart gab es noch nie seit Einführung des bezahlten Fußballs.

von Johannes Freytag

Den Hanseaten waren dabei die Personalsorgen (Toni Leistner gesperrt, Jeremy Dudziak verletzt) nicht anzumerken. Trainer Daniel Thioune ließ defensiv in einer Dreierkette agieren und setzte im Angriff auf die geballte Offensive mit Manuel Wintzheimer, Sonny Kittel und Simon Terodde sowie den schnellen Außenbahnspielern Bakery Jatta und Khaled Narey. Aue hatte diesem Angriffsschwung nichts entgegenzusetzen und enttäuschte seinerseits offensiv auf ganzer Linie. "Wir haben jetzt vier Siege gelandet, das tut gut und gibt uns Selbstvertrauen. Diese Siege waren aber auch hart erarbeitet", erklärte Thioune dem NDR.

Zweitliga-Tabellenführer HSV kann nun mit zwei weiteren Heimspielen seinen Startrekord ausbauen. Am Sonnabend (13 Uhr) gastieren die Würzburger Kickers im Volksparkstadion, in der Woche darauf kommt es am Freitagabend (18.30 Uhr) zum Stadtderby gegen den FC St. Pauli.

HSV überlegen, aber auch fahrlässig

Die Thioune-Elf bestimmte vom Anpfiff weg das Geschehen auf dem Rasen. Vor allem Jatta setzte sich über die linke Seite immer wieder gekonnt in Szene, offenbarte dabei allerdings ebenso oft seine Flankenschwäche. Keine seiner Hereingaben war für die Teamkollegen verwertbar. Besser machte es in der 17. Minute Narey, der von Kittel per Hacke angespielt wurde, scharf und flach ins Zentrum passte, wo Wintzheimer zur Stelle war und das 1:0 erzielte.

Offensiv lief es also nach Plan, defensiv waren die Hausherren mit ihrer riskanten Spielweise sehr anfällig - es gelang Aue jedoch nicht, die zuweilen haarsträubenden Fehlpässe und Ballverluste für sich zu nutzen. Philipp Rieses Distanzschuss aus der neunten Minute, den Sven Ulreich parierte, blieb die einzige gute Gelegenheit für die Sachsen. Auf der Gegenseite vergab Narey die große Chance zum zweiten HSV-Treffer: Aaron Hunt hatte im Strafraum stark auf den 26-Jährigen durchgesteckt, doch dieser schoss nur Aues Keeper Martin Männel an (42.).

...und beinahe trifft auch noch Wood

Auch im zweiten Durchgang blieb es bei der Überlegenheit des HSV. Wintzheimers Schuss wehrte Männel noch zur Ecke ab (55.), kurz darauf war der Torwart jedoch zum zweiten Mal geschlagen: Kittel zog vom Strafraumrand ab und traf rechts unten zum 2:0 für die Gastgeber (57.). War das schon die Entscheidung? Ja, denn offensiv blieben die Gäste weiterhin alles schuldig, während die Hanseaten den Druck hochhielten - und trafen: Hunt zirkelte einen Freistoß an den Pfosten, Narey setzte den Nachschuss zum 3:0 in die Maschen (71.). Sogar Bobby Wood durfte in der Schluss-Viertelstunde noch einmal ran und hätte beinahe sein erstes Pflichtspiel-Tor im HSV-Trikot seit zweieinhalb Jahren erzielt: Der US-Amerikaner kam nach einer Jatta-Hereingabe einen Tick zu spät (80.).

3.Spieltag, 21.10.2020 18:30 Uhr

Hamburger SV

3

Erzgeb. Aue

0

Tore:

  • 1:0 Wintzheimer (17.)
  • 2:0 Kittel (57.)
  • 3:0 Narey (72.)

Hamburger SV: Ulreich - G. Jung (78. Amaechi), Ambrosius, Gyamerah - Heyer - Narey (78. Gjasula), Hunt (85. Kinsombi), Kittel (85. Hinterseer) - Wintzheimer, Terodde (73. Wood), Jatta
Erzgeb. Aue: Männel - Gonther, Samson, S. Breitkreuz - Riese, Fandrich (87. Majetschak) - Cacutalua, Hochscheidt (46. Baumgart), Rizzuto (90. Härtel) - Testroet (46. Zolinski), Krüger (71. Zulechner)
Zuschauer: 1000

Weitere Daten zum Spiel

Weitere Informationen
Fußball-Tabelle © Panthermedia,  Screenshot/NDR Foto: Tobias Eble

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 21.10.2020 | 23:03 Uhr

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