Die HSV-Spieler Jeremy Dudziak (l.) und Simon Terodde © imago Foto: Christian Schroedter

HSV: Offensive schwächelt vor Duell gegen Angstgegner Heidenheim

Stand: 19.03.2021 08:54 Uhr

Vor dem Zweitliga-Spiel des Hamburger SV gegen den 1. FC Heidenheim am Sonnabend fällt nach dem positiv auf Corona getesteten Simon Terodde auch Jeremy Dudziak verletzungsbedingt aus.

Der Mittelfeldspieler hatte sich im Training am Mittwoch die Schulter ausgekugelt, wie eine Untersuchung am Donnerstag bestätigte. Damit fehlte der 25-Jährige auf dem Trainingsplatz - und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch am Sonnabend im Volksparkstadion (ab 13 Uhr im NDR Livecenter). "Als Trainer hat man immer eine Resthoffnung, aber es sieht so aus, als müssten wir auf ihn ebenfalls verzichten", sagte Daniel Thioune am Donnerstag.

Für Dudziak bleibt die Schulter seine Problemzone, bereits zum fünften Mal in seiner Karriere hat er sich in diesem Bereich verletzt. Die erste Blessur auf der linken Seite hatte er 2014 auf seiner ersten Profi-Station bei Borussia Dortmund, damals fiel er nach einen Arthroskopie monatelang aus. In seiner Zeit beim FC St. Pauli wurde Dudziak im Sommer 2017 an der rechten Schulter operiert. Beim HSV war es seit 2019 zweimal wieder die linke Schulter, die Sorgen bereitete. Zuletzt kugelte er sich beim Sieg in Fürth Mitte Oktober das Gelenk aus.

Bester Vorbereiter und bester Torjäger fallen aus

Mit Dudziak müssen die Norddeutschen nach dem Ausfall von Torjäger Terodde (20 Treffer) nun auch den Wegfall ihres besten Vorbereiters (acht Vorlagen) kompensieren. David Kinsombi, der weiter unter muskulären Problemen leidet, steht dem HSV ebenfalls noch nicht wieder zur Verfügung. Wer soll das Trio ersetzen? Thioune hielt sich bedeckt: "Wir haben Spieler in unseren Reihen, die mit den Hufen scharren. Simon zu ersetzen, fällt uns sehr schwer, aber wir können das kompensieren", sagte der Coach.

Angstgegner Heidenheim

Mit Heidenheim wartet auf den HSV ein unbequemer Gegner. "Heidenheim ist wieder im Kommen und berechtigterweise im oberen Tabellendrittel", mahnte Thioune, der die "intensive" Art des Fußballs lobte, den die Gäste spielen. Die Baden-Württemberger haben in den bisherigen fünf Zweitliga-Partien gegen die "Rothosen" dreimal als Sieger den Platz verlassen, auch im Hinspiel setzte es eine Niederlage für die Hamburger. "Sie sind sehr aktiv, sind unabhängig von Spielständen immer in der Lage, Reize zu setzen und erfolgreich Fußball zu spielen. Es liegt an uns, inwieweit wir das zulassen und diese Intensität mitgehen können", kündigte Thioune eine umkämpfte Begegnung an.

Terodde fühlt sich "schlapp"

Angesprochen auf den gesundheitlichen Zustand von Terodde fasste Thioune sich kurz: "Es geht ihm nicht so schlecht, wie es einem gehen kann mit dem Virus. Aber auch nicht so gut, dass wir sagen können, er hat keine Symptome. Er fühlt sich sehr schlapp", sagte der Trainer.

"Ich hoffe, dass wir Corona eingrenzen können. Es geht um Menschen und um Gesundheit. Wenn es einem nicht gutgeht, dann darf der Fußball auch gerne an zweiter Stelle stehen." Daniel Thioune

Der 46-Jährige befürchtet, dass das Corona-Virus und die steigenden Infektionszahlen wieder einen erheblichen Einfluss auf den Spielbetrieb haben könnten: "Wir haben unsere Maßnahmen nochmal verschärft. Wir sind sehr, sehr sensibel bei diesem Thema, aber können nicht ausschließen, dass es jemanden in unseren Bereich trifft, wie zuletzt Simon", sagte der Übungsleiter. Gäste-Trainer Frank Schmidt argumentierte ähnlich: "Wenn man die letzten Ereignisse nimmt, dann könnte es mit dem Spielplan eng werden", warnte Schmidt im Podcast des "Hamburger Abendblatts": "Keiner kann garantieren, dass es die letzten Fälle waren."

Mögliche Aufstellungen:

HSV: Ulreich - Gyamerah, S. Ambrosius, Heyer - Vagnoman, Onana, Hunt, Leibold - Jatta, Wintzheimer, Kittel
Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Hüsing, Theuerkauf - Sessa, Schöppner - Mohr, Thomalla - Kleindienst, Kühlwetter

Weitere Informationen
Fußball-Tabelle © Panthermedia,  Screenshot/NDR Foto: Tobias Eble

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Dieses Thema im Programm:

Die NDR 2 Bundesligashow | 20.03.2021 | 13:00 Uhr

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