Stand: 27.09.2018 22:54 Uhr

HSV: Nullnummer nach dem Heimdebakel

von Matthias Heidrich, NDR.de
Der HSV ist in Fürth nicht über ein 0:0 hinausgekommen.

Nach dem blamablen 0:5 gegen Jahn Regensburg ist der Fußball-Zweitligist Hamburger SV nicht über ein torloses Remis bei Greuther Fürth hinausgekommen. Die Hanseaten gingen die Partie am Donnerstagabend defensiver als die bisherigen an. So stand die HSV-Abwehr zwar besser und ließ kaum etwas zu, doch im Angriff herrschte noch mehr Flaute als sonst. "Wir haben stabil in der Defensive gespielt. Nach vorne hin hat es mir fast ein bisschen wehgetan, weil mehr in der Luft lag", sagte der zuletzt kritisierte Trainer Christian Titz im NDR Interview. Immerhin kann der Bundesliga-Absteiger das brisante Derby am Sonntag gegen den FC St. Pauli (13.30 Uhr, im NDR Livecenter) nun vermutlich mit etwas mehr Ruhe angehen.

Wittek-Knaller als einziges Highlight in Hälfte eins

7.Spieltag, 27.09.2018 20:30 Uhr

Greuther Fürth

0

Hamburger SV

0

Tore:
Greuther Fürth: Burchert - Sauer (58. M. Caligiuri), Maloca, Magyar, Max. Wittek - Gugganig, Ernst - Atanga (79. Reese), Green (90. Ideguchi), T. Mohr - Keita-Ruel
Hamburger SV: Pollersbeck - G. Sakai, Bates, van Drongelen, Douglas Santos (46. Tat. Ito) - Mangala - Janjicic, L. Holtby - Hunt (62. Hwang) - Narey, Lasogga (78. Arp)
Zuschauer: 14965

Weitere Daten zum Spiel

Den Hamburger Spielaufbau in Fürth übernahmen eher Innenverteidiger Rick van Drongelen oder einer der beiden "Sechser", Orel Mangala und Vasilije Janjicic, anstatt Torhüter Julian Pollersbeck. "Absicherung first" lautete offenbar das Stichwort für den in der Kritik stehenden Titz. Fürth hingegen suchte sein Glück vom Anpfiff weg in der Offensive, baute in der ersten Viertelstunde viel Druck auf. Bereits in der zweiten Minute hämmerte Maximilian Wittek einen Freistoß aus 15 Metern Entfernung an die Unterkante der Latte. Pollersbeck war chancenlos, aber auch im Glück, dass der Ball klar vor der Torlinie aufprallte.

Umso länger die Partie dauerte, desto mehr zogen sich die Gastgeber zurück, und der HSV übernahm das Kommando. Aus ihrer Feldüberlegenheit heraus konnten die Hamburger aber keine Torgefahr entwickeln. Die Titz-Elf hatte nach 45 Minuten keine klare Chance verbucht.

Arp kommt, sieht und trifft beinahe

In der Pause reagierte Titz und bannte die Gefahr, womöglich bald mit nur noch zehn Mann in Fürth dazustehen. Er nahm den Gelb-Rot-gefährdeten Douglas Santos raus und wechselte Tatsuya Ito ein (46.). Der wendige Japaner brachte mehr Schwung ins HSV-Spiel, insgesamt blieben die Norddeutschen aber harmlos. Khaled Narey nahm in der 52. Minute aus der Distanz Maß, doch Sascha Burchert im Fürther Tor parierte den strammen Schuss. Kurz darauf zappelte der Ball nach einem Janjicic-Freistoß im Netz der Gastgeber (56.). Doch HSV-Innenverteidiger David Bates hatte Burchert im Fünfmeterraum behindert. Schiedsrichter Sascha Stegemann pfiff zu Recht Freistoß für Fürth.  

Titz wollte den "Dreier", brachte Hee-chan Hwang für den unauffälligen Aaron Hunt (62.) und Jann-Fiete Arp für den blassen Pierre-Michel Lasogga (78.). Youngster Arp hätte nur eine Minute später zum Matchwinner avancieren können, doch Mario Maloca blockte in letzter Sekunde ab. Danach war von dem Talent nicht mehr viel zu sehen. Hwang sorgte für deutlich mehr Unruhe in der Fürther Abwehrreihe. Mehr aber auch nicht.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 26.09.2018 | 19:30 Uhr

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