Stand: 24.03.2020 12:03 Uhr

"Degoutant": Kühne hofft auf HSV-Führungswechsel

Klaus-Michael Kühne hat klare Vorstellungen darüber, wie sich die HSV-Spitze neu aufstellen soll.

Mäzen Klaus-Michael Kühne hat sich in den schwelenden Machtkampf beim Hamburger SV eingeschaltet und setzt auf einen Personalwechsel an der Spitze des Fußball-Zweitligisten. "Ich hoffe es", sagte der 82-Jährige der "Zeit" auf die Frage, ob es in absehbarer Zeit zu einer personellen Neuaufstellung beim HSV kommen werde. Seiner Meinung nach solle Marcell Jansen bei der möglichen Neubesetzung des AG-Vorstands eine Rolle spielen, hieß es weiter. Der 34 Jahre alte Ex-Profi ist derzeit Präsident des HSV e.V.

Kühne: HSV-Reibereien "degoutant"

In den vergangenen Wochen war es zu einem Kompetenz-Streit zwischen Vorstandsboss Bernd Hoffmann und Sportvorstand Jonas Boldt gekommen. 

Am Mittwoch sollen Einzelgespräche zwischen dem Aufsichtsrat und Hoffmann, Boldt sowie Finanzvorstand Frank Wettstein über die Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit folgen. Auch Wettstein gilt nicht als Hoffmann-Anhänger, hatte vor zwei Jahren versucht, selbst HSV-Vorstand zu werden.

Kühne beschrieb in der "Zeit" die Reibereien im HSV-Vorstand als "degoutant" (übersetzt "ekelhaft" oder "widerlich"). Zudem ist der Unternehmer seit Langem darüber verstimmt, dass Hoffmann den HSV von ihm emanzipieren will. "In der augenblicklichen Situation" sei er daher nicht bereit, finanziell zu helfen.

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Sportclub | 24.03.2020 | 15:25 Uhr