Stand: 14.08.2019 09:50 Uhr

HSV: Ex-Kapitän Sakai kehrt nach Japan zurück

Ex-Kapitän Gotoku Sakai verlässt den HSV in Richtung Japan.

Der Abschied hatte sich schon seit Wochen angebahnt, nun ist er vollzogen. Still und leise hat Gotoku Sakai den Fußball-Zweitligisten Hamburger SV verlassen. Der 28 Jahre alte Defensivmann wechselt in seine japanische Heimat und schließt sich Vissel Kobe an. Dort spielt er künftig an der Seite von Lukas Podolski, Andres Iniesta und David Villa. Sein Trainer ist der frühere HSV-Coach Thorsten Fink. Kobe überweist geschätzte 500.000 Euro an den HSV. "Gotoku hat sich stets vorbildlich verhalten, er ist durch und durch Profi und HSVer", sagte Sportvorstand Jonas Boldt laut HSV-Website: "Wir haben seinem Wechselwunsch dennoch entsprochen, auch als Dank für seine große Identifikation mit dem Club und vier Jahre vollen Einsatz für den HSV." 

"Ist der Abstieg allein meine Schuld?"

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In 124 Partien lief Sakai zwischen 2015 und 2019 für den HSV auf, war zwischenzeitlich sogar Kapitän und hielt dem Club auch nach dem Abstieg in die Zweite Liga die Treue. Als einer der ersten Spieler kündigte er noch im Stadion an, dabei mithelfen zu wollen, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Zusammen mit Lewis Holtby, Pierre-Michel Lasogga und Aaron Hunt, der ihn als Spielführer beerbte, bildete Sakai ein erfahrenes Quartett. Nach dem verpassten Aufstieg wurde der 42-fache japanische Nationalspieler jedoch von vielen Fans zum Sündenbock gemacht. "Ich kann nicht behaupten, dass ich keine Pfiffe verdient hätte", kommentierte Sakai selbstkritisch das Pfeifkonzert in seine Richtung, stellte allerdings auch die sicher nicht unberechtigte Frage: "Ist es jetzt allein meine Schuld, dass wir nicht aufgestiegen sind?"

Hecking: "Wahnsinnig schade"

Dennoch: Das Tischtuch mit dem HSV-Anhang war zerschnitten. "Er hat mir sehr früh signalisiert, dass es für ihn in Hamburg eigentlich nicht mehr weitergeht", erklärte HSV-Coach Dieter Hecking, der den Abgang bedauert: "Es ist wahnsinnig schade. Die Zusammenarbeit mit ihm in der kurzen Zeit war sehr professionell und offen. Ich glaube, auch ihn hätte man wieder hinbekommen können."

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Sport aktuell | 14.08.2019 | 09:25 Uhr