Stand: 27.06.2019 09:31 Uhr

HSV: Ewerton lässt weiter auf sich warten

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Der brasilianische Innenverteidiger Ewerton ist der Wunschspieler von HSV-Coach Dieter Hecking.

Seit Tagen wird der Name Ewerton schon beim Fußball-Zweitligisten Hamburger SV als achter externer Neuzugang gehandelt, HSV-Coach Dieter Hecking hatte beim Trainingsauftakt vergangene Woche das Interesse am Innenverteidiger des 1. FC Nürnberg bestätigt. Nun scheint der Wunschtransfer für die festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von zwei Millionen Euro endlich über die Bühne zu gehen. Der 30 Jahre alte Brasilianer hat am Montag in der Hansestadt den Medizincheck absolviert und soll einen Zweijahresvertrag erhalten. Beim Training im Volkspark war von Ewerton jedoch bislang nichts zu sehen. Offenbar gibt es noch Probleme mit einer Klausel, die Nürnberg vor zwei Jahren mit Sporting Lissabon ausgehandelt hatte, in der es um eine Beteiligung der Portugiesen an einem Weiterverkauf Ewertons geht.

Der Kader des HSV für die Saison 2019/2020

Santos: Zu viele Berater verderben den Brei

Die Kaderplanung ist damit beim HSV allerdings noch nicht abgeschlossen. Nach wie vor steht der Abschied von Douglas Santos im Raum. Der 25-Jährige hatte bereits unmittelbar nach dem letzten Saisonspiel gegen den MSV Duisburg verkündet, dass er Hamburg verlassen wolle ("für mich ist hier Schluss"). Haken Nummer eins: Die angeblich interessierten Bundesligisten Bayer Leverkusen und TSG Hoffenheim haben sich inzwischen für Alternativen entschieden. Haken Nummer zwei: Santos hat laut "Hamburger Abendblatt" mehr als nur einen Berater, was einem erfolgreichen Deal im Wege zu stehen scheint. So äußerte sich beispielsweise Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes im "Kölner Stadt-Anzeiger" vielsagend: "Mich hat überrascht, wie viele WhatsApp-Nachrichten man bekommt und dass einem derselbe Spieler von sieben verschiedenen Beratern angeboten wird. Da musste ich schon mal schmunzeln."

Kommt Tim Leibold zum HSV?

Hamburgs Sportchef Jonas Boldt würde Santos aus sportlichen Gründen am liebsten behalten, andererseits aus wirtschaftllichen Gründen gerne eine hohe Ablösesumme für den Profi erzielen. Ein solcher Transfer sollte allerdings auch möglichst schnell vonstatten gehen, damit die personelle Lücke noch vor dem Ende der Wechselperiode (2. September) adäquat geschlossen werden kann. Immerhin haben die HSV-Verantwortlichen bereits einen möglichen Santos-Nachfolger ins Visier genommen: Wie Ewerton soll Tim Leibold vom 1. FC Nürnberg an die Elbe gelotst werden. Der 25-Jährige könnte laut "Bild" für eine festgeschriebene Ablösesumme von drei Millionen Euro aus seinem Vertrag herausgekauft werden.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 24.06.2019 | 19:30 Uhr