Hamburgs Manuel Wintzheimer (l.) versucht, sich von Darmstadts Tobias Kempe und Fabian Holland zu lösen. © Witters

HSV: Darmstadt im Volksparkstadion nicht gern gesehen

Stand: 22.08.2021 09:45 Uhr

Heute gastiert in Darmstadt 98 ein Zweitligist in Hamburg, der offenbar gerne im Volksparkstadion spielt. Gegen die Hessen hat der HSV in den letzten fünf Heimspielen bei vier Niederlagen nur einen Punkt geholt.

Der letzte Erfolg vor heimischem Publikum gegen die "Lilien" datiert aus dem Jahre 1981: Der HSV fegte Darmstadt mit 6:1 aus dem Stadion und wurde am Saisonende deutscher Meister. Der Neuling aus Hessen hingegen stieg als Vorletzter ab.

35 Jahre dauerte es, bis Darmstadt wieder Pflichtspiele im Volkspark bestritt, dafür aber seitdem höchst erfolgreich: Seit 2016 sind die "Lilien" dort ungeschlagen. Zuletzt verlor der HSV im April 1:2, ein Baustein dazu, dass zum wiederholten Male der Bundesliga-Aufstieg verpasst wurde.

VIDEO: 1981: Als der HSV Darmstadt mit 6:1 besiegte (3 Min)

HSV-Coach Walter warnt

HSV-Coach Tim Walter interessiert das vor dem Duell heute (13.30 Uhr, als Liveticker und Audio-Vollreportage bei NDR.de) alles nicht. "Wo hat Darmstadt denn in den vergangenen 30 Jahren im Vergleich zum HSV überwiegend gespielt?", fragte er, angesprochen auf die Bilanz.

"Nach dem Sieg auf Schalke waren wir in der Champions League, nach der Derby-Niederlage sind wir ein Absteiger. Wir können das alles richtig einordnen" HSV-Trainer Tim Walter

Gleichwohl warnte er vor dem Gegner, der zum Saisonstart noch von Corona-Fällen geplagt war und zweimal verloren hatte. Das 6:1 der Darmstädter am vergangenen Sonntag gegen Ingolstadt spiegele wohl eher den Leistungsstand der "Lilien" wider, erklärte Walter am Freitag: "Sie bringen viel Physis mit und haben eine gute Präsenz in vorderster Linie. Sie sehen gegen uns - wie viele Teams in der Zweiten Liga - ihre Chancen im Umschaltspiel. Wir müssen dafür bereit und stets wachsam sein."

"Leidenschaft und Intensität sind da"

Die Derby-Niederlage gegen den FC St. Pauli sei aufgearbeitet und abgehakt. Nachwehen verspüre er nicht mehr. Es sei auch nicht alles schlecht gewesen, was seine Mannschaft am Millerntor gezeigt habe, erklärte der HSV-Coach: "Vor allem die zweite Hälfte war sehr gut." Seine Mannschaft habe "sich selbst geschlagen", indem sie "ein paar Sequenzen verpennt" habe.

Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht erwartet einen HSV "mit viel Wut im Bauch". Tatsächlich spürt Walter im Training bei seiner Mannschaft die volle "Leidenschaft und Intensität" - daher blickt er zuversichtlich auf das Duell mit Darmstadt, bei dem der HSV ein Stück weit Wiedergutmachung betreiben will. "Es immer die Aufgabe, dass du dich rehabilitieren willst", so der 45-Jährige: Aber um das Derby aufzuwiegen, wird erst wieder das nächste Derby die Möglichkeit sein."

Mögliche Aufstellungen:

HSV: Heuer Fernandes - Gyamerah, David, Schonlau, Leibold - Meffert - Heyer, Reis - Jatta, Glatzel, Kittel
Darmstadt: Schuhen - Bader, P. Pfeiffer, Riedel, Holland - Gjasula - Goller, Schnellhardt, Karic - Tietz, L. Pfeiffer

Weitere Informationen
Marvin Ducksch © IMAGO / Nordphoto

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 22.08.2021 | 22:50 Uhr

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