Trainer Daniel Thioune (HSV). © WITTERS Foto: LennartPreiss

HSV-Coach Thioune zum Aufstiegsrennen: "Wir gehen All in"

Stand: 29.04.2021 08:11 Uhr

Der HSV ist im Aufstiegsrennen der Zweiten Liga nur noch in der Verfolgerrolle. Für Trainer Daniel Thioune kein Grund, aufzugeben. Gegen den Karlsruher SC sollen endlich wieder drei Punkte her.

Natürlich sei die Situation "völlig unbefriedigend", sagte Thioune am Dienstag, betonte aber auch: "Eines ist wichtig: Ich kapituliere nicht. Weder vor der Situation noch vor den Ergebnissen in den letzten Spielen, weil ich ein ungebrochenes Vertrauen in meine Mannschaft habe."

Der HSV sei natürlich angewiesen auf die Ergebnisse der anderen, räumte der 46-Jährige vor dem heutigen Nachholspiel (18.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) ein. Vor allem aber muss sein Team erst einmal selbst die Punkte holen: "Wir müssen 100 Prozent bei uns sein und wieder diese Freude und diese Gier entwickeln, ein Spiel zu gewinnen. Und nicht Angst haben, ein Spiel zu verlieren."

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Er könne keine Garantie dafür geben, "dass wir erfolgreich sind, aber ich kann garantieren, dass wir beharrlich bleiben und alles versuchen werden, damit in den verbleibenden Partien das Maximum herauskommt". Abgerechnet werde am Schluss, so Thioune, der den Kampf um den Bundesliga-Aufstieg als "Schneckenrennen" bezeichnete. Auch die anderen Teams hätten schließlich jüngst gepatzt: Bochum verlor in Darmstadt, Fürth beim FC St. Pauli, Düsseldorf in Paderborn.

"Wenn man alles gibt, ist noch sehr sehr viel möglich." Daniel Thioune

Daher gebe es für den HSV nur eine Marschroute: "Wir gehen All in", sagte Thioune, der den kommenden Gegner nur schwer einschätzen kann. Der KSC kam zwar nach 14 Tagen in Corona-Quarantäne am Freitag und Montag jeweils nicht über ein Remis hinaus, könne die Saison aber "sorgenfrei zu Ende spielen".

Ein Blick in die Statistiken macht dem HSV allerdings Mut: Der jüngste KSC-Auswärtssieg an der Elbe liegt 29 Jahre zurück. Damals noch mit Oliver Kahn im Tor gewannen die Badener mit 2:1 im Volkspark.

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Thioune: "Kritik treibt uns an, es besser zu machen"

Thioune gab sich zuversichtlich, dass der HSV die Negativserie von zuletzt vier Spielen ohne Sieg beenden kann. Es fehle nicht an Lösungen, wie zum Beispiel die zweite Halbzeit beim 1:1 in Regensburg gezeigt habe: "Es hapert nur an der Umsetzung. Wir haben Mut, Überzeugung und Zuversicht. Die Mannschaft ist fleißig und arbeitet hart."

Druck verspürt der 46-Jährige nicht und will ihn auch "von den Jungs" fernhalten: "Ich kann eine Menge aushalten und habe einen großen Rucksack, in den eine Menge reingeht." Die aktuelle Kritik sei angemessen und "natürlich macht das etwas mit einem, aber darauf muss man sich einstellen", ergänzte Thioune und schob nach: "Die Kritik treibt uns an, es besser zu machen".

Mögliche Aufstellungen:

HSV: Ulreich - Vagnoman, Leistner, van Drongelen, Leibold - Gjasula, Dudziak, Hunt, Kittel -, Wintzheimer, Terodde
Karlsruhe: Gersbeck - Jung, Kobald, Bormuth, Wimmer - Wanitzek, Gondorf - Goller, Batmaz, Kother - Hofmann

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 27.04.2021 | 19:30 Uhr

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