Stand: 22.01.2018 19:00 Uhr

HSV-Coach Hollerbach: "Wir halten die Klasse"

Bernd Hollerbach soll den ersten Abstieg in der Geschichte des Hamburger SV verhindern. Der Fußball-Bundesligist bestätigte am Montag, dass der 48-Jährige Nachfolger des am Sonntag beurlaubten Markus Gisdol wird. Hollerbach erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019, der auch für die Zweite Liga gilt. Er leitete am Nachmittag erstmals das Training beim Tabellenvorletzten. Als Assistenten fungieren der neue Co-Trainer Steffen Rau sowie Matthias Kreutzer, der bislang im Nachwuchsleistungszentrum des HSV gearbeitet hat. "Ich habe heute eine sehr engagierte Mannschaft wahrgenommen", sagte Hollerbach nach seiner ersten Übungseinheit und versuchte umgehend, Optimismus zu verbreiten: "Ich persönlich glaube mehr an Chancen als ans Scheitern." Er sei sich sicher, "dass wir die Klasse halten".

Steiler Auf- und Abstieg in Würzburg

Hollerbach spielte von 1996 bis 2004 für den HSV und erwarb sich den Ruf als eisenharter Linksverteidiger. In fast jeder zweiten Partie sah er die Gelbe Karte. "An mir kommt entweder der Ball vorbei oder der Gegner. Aber niemals beide zusammen", so Hollerbach damals. Nach seinem Karriereende arbeitete er lange Zeit als Co-Trainer an der Seite von Felix Magath. 2014 übernahm der Franke seinen Heimatverein Würzburger Kickers in der Regionalliga und stieg mit dem Club zweimal hintereinander auf. Nach einer guten Hinrunde in der vergangenen Saison gewannen die Kickers in der zweiten Saisonhälfte der Zweiten Liga jedoch kein Spiel mehr und stiegen direkt wieder ab. Hollerbach trat daraufhin zurück.

Schweres Auftaktprogramm für Gisdol-Nachfolger

Auf den neuen Coach wartet zu seinem Einstand ein denkbar schweres Programm: Am kommenden Sonnabend spielt der HSV bei RB Leipzig. Anschließend kommt Hannover 96 in den Volkspark, ehe die Hamburger in Dortmund und gegen Leverkusen antreten müssen. "Wir müssen uns als Einheit präsentieren. Wir brauchen mehr Stabilität auf dem Platz", sagte Hollerbach mit Blick auf den Abstiegskampf. Möglicherweise wird der Gisdol-Nachfolger noch die dringend benötigten Verstärkungen erhalten. "Wir sondieren ganz intensiv den Markt und sind nicht untätig", erklärte Sportchef Jens Todt.

Kommentar

HSV: Nur reagieren, nicht gestalten

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 21.01.2018 | 22:50 Uhr