Stand: 15.12.2018 15:49 Uhr

St. Pauli auf Kurs - 2:0-Heimsieg gegen Fürth

von Johannes Freytag, NDR.de
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Florian Carstens (r.) erzielte sein erstes Profitor für den FC St. Pauli.

Die Fußballer des FC St. Pauli bleiben in der Zweiten Liga weiter auf Erfolgskurs. Am Sonnabend gewannen die Hamburger mit 2:0 (1:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth und blieben damit zum sechsten Mal in Folge unbesiegt. Die Treffer von Florian Carstens und Ryo Miyaichi halten die Kiezkicker als Tabellenvierten (punktgleich mit dem Dritten Union Berlin) im Aufstiegsrennen. Die 29.546 Zuschauer im ausverkauften Millerntorstadion sahen zwar kein rauschendes Fußballfest, aber letztlich zählt das Ergebnis. St. Paulis Trainer Markus Kauczinski sprach denn auch von einer "ausgeglichenen" Partie: "Das 2:0 hört sich souverän an, aber so habe ich es nicht empfunden. Letzten Endes haben wir die Möglichkeiten genutzt, die da waren. Wir haben aber auch viele Bälle verloren."

Carstens trifft per Kopf zur Führung

Im Gegensatz zum Heimspiel gegen Dresden (1:1) vor zwei Wochen, bei dem die Fans aus Protest gegen die Spieltagszersplitterung eine Halbzeit lang schwiegen, herrschte diesmal von Beginn an die vertraute Millerntor-Atmosphäre. Beinahe wäre schon nach knapp zwei Minuten die gute Stimmung in Begeisterung umgeschlagen, doch Miyaichi traf nur die Latte. Nach 21 Minuten sorgten die Braun-Weißen erstmals für Glücksgefühle bei ihrem Anhang. Eine Ecke von Marvin Knoll setzte Henk Veerman per Kopf an die Latte, den Abpraller verwertete Carstens ebenfalls per Kopf zur Führung für die Kiezkicker.

In der Folge gab es allerding nur noch wenig Anlass für Verzückung auf den Rängen. Hier und da spielten die Hamburger zwar gefällig nach vorne, der finale Pass kam meist aber nicht an. Defensiv stand die Kauczinski-Elf weitestgehend sicher, sodass Stimmungskiller in Form von hochkarätigen Torchancen für die Gäste ausblieben.

Miyaichi macht den Sack zu

17.Spieltag, 15.12.2018 13:00 Uhr

FC St. Pauli

2

Greuther Fürth

0

Tore:

  • 1:0 Carstens (21.)
  • 2:0 Miyaichi (69.)

FC St. Pauli: Himmelmann - L.-M. Zander, Carstens, Avevor, Kalla - Dudziak, Knoll - Miyaichi (88. Schneider), Möller Daehli (78. Sobota) - Allagui (67. Diamantakos) - Veerman
Greuther Fürth: Burchert - Sauer, Maloca, Magyar, T. Mohr - Gugganig (84. Raum), Jaeckel - Atanga, Ernst, Green (57. Steininger) - Keita-Ruel
Zuschauer: 29546 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

Nach Wiederanpfiff brauchte St. Pauli wie schon anfangs der Partie nur knapp zwei Minuten, um das Feuer wieder zu entfachen. Maximilian Sauer klärte in höchster Not und beinahe auf Kosten eines Eigentors eine scharfe Hereingabe von Jeremy Dudziak (47.). Kurz darauf landete ein Freistoß von Knoll am rechten Pfosten, Schiedsrichter Felix Zwayer hatte jedoch zuvor wegen einer Abseitsposition abgepfiffen (49.). Aber die Franken zeigten sich keinesfalls gewillt, nur schmückendes Beiwerk einer St.-Pauli-Party zu sein. Sebastian Ernsts Schuss aus der Drehung verfehlte das Gehäuse von Robin Himmelmann nur ganz knapp (58.). Wenig später war St. Paulis Keeper gegen Daniel Steininger auf dem Posten (66.). Doch als die Stimmung zu kippen drohte, ergriffen die Gastgeber wieder die Initiative. Mats Möller Daehli tanzte auf der linken Seite seinen Gegenspieler aus, die Flanke des Norwegers köpfte Miyaichi zum 2:0 ein (69.). Das Spiel war gelaufen. Der Japaner (77.) und Veerman (85.) ließen noch gute Hamburger Gelegenheiten aus, auf der Gegenseite setzte Fürths Mario Maloca den Ball an die Latte (87.). Das war's, Kauczinski atmete nach der Partie durch: "Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben gewonnen."

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 16.12.2018 | 22:50 Uhr