Stand: 14.12.2019 10:10 Uhr

Werder Bremen, die Bayern und die Zahl 14

von Matthias Heidrich, NDR.de

Die Zahl 14 kann dieser Tage wohl niemand leiden bei Werder Bremen. 14 Bundesligaspiele sind absolviert und die Hanseaten rangieren mit 14 Punkten nur auf dem 14. Tabellenplatz. Werder wollte eigentlich zurück nach Europa, aber stattdessen stecken die Norddeutschen spätestens nach dem bitteren 0:1 gegen Paderborn tief im Tabellenkeller fest. Und die nächste mögliche Ausfahrt raus aus der Ergebniskrise führt ausgerechnet über München. Heute (15.30 Uhr, im NDR Livecenter) treten die Bremer beim FC Bayern an.

Werder - Bayern: Bilder einer großen Rivalität

Auch Bayern in der Bundesliga unter Druck

Die Historie des Nord-Süd-Klassikers ist lang und ereignisreich, doch beide Clubs haben dafür momentan keinen Blick. Auch die Bayern, sechs Champions-League-Siege hin oder her, hinken in der Bundesliga als Tabellensiebter ihren Ansprüchen meilenweit hinterher. Für Werder-Coach Florian Kohfeldt allerdings ein Muster ohne Wert. Für ihn sind die Bayern trotzdem die "stärkste deutsche Mannschaft". Die jüngsten zwei Niederlagen des Rekordmeisters sind für den 37-Jährigen "ein Treppenwitz".

Keine Trainerdiskussion bei Werder Bremen

Während an der Säbener Straße so eine "Negativserie" ein längerfristiges Engagement von Interimstrainer Hansi Flick in Frage stellt, kommt an der Weser trotz enttäuschender Saisonbilanz keinerlei Trainerdiskussion auf. "Ich empfinde es als positiv, dass die Frage bisher noch nicht im Raum stand", so Kohfeldt.

Er kann sich darauf konzentrieren, die sportliche Wende zu schaffen. Für das Gastspiel in München gilt dabei: "Wir müssen Mut haben, dürfen aber auch nicht dumm sein." Otto Rehhagel, einstige Bremer Trainerlegende, würde es wohl "kontrollierte Offensive" nennen.

Bargfrede fällt verletzt aus

Verzichten muss Kohfeldt heute Nachmittag auf Mittelfeldspieler Philipp Bargfrede, der sich im Abschlusstraining verletzt hat. Ob Leonardo Bittencourt die Offensivbemühungen der Grün-Weißen in München unterstützen kann, ist fraglich. Der quirlige Flügelstürmer laboriert an einem Magen-Darm-Infekt. "Ob er spielen kann, wird sich kurzfristig entscheiden," sagte Kohfeldt.

Vielleicht wird so im Angriff Routinier Claudio Pizarro, in Bremen wie in München gleichermaßen verehrt, wieder eine Option. Kaum auszudenken, würde "Piza" die Wende für Werder bei den Bayern herbeiführen - mit 41 Jahren und der Rückennummer 14...

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Sportclub | 15.12.2019 | 22:50 Uhr