Stand: 23.01.2018 22:25 Uhr

Führung verspielt - Holstein startet mit Remis

von Ingmar Deneke, NDR.de

Die Winterpause in der Zweiten Liga ist vorbei, und die Fußballer von Holstein Kiel haben am Dienstagabend einen durchwachsenden Start in das neue Jahr hingelegt. Am 19. Spieltag kamen die "Störche" gegen den 1. FC Union Berlin nach klarer Führung nicht über ein 2:2 (2:1) hinaus. Damit verpasste der "Herbstmeister" den ersten Sieg seit Anfang November (3:0 gegen Dresden). "Wir müssen den Sack zumachen. Es ist ärgerlich, aber wir sind stolz darauf, wie die Jungs Fußball gespielt haben", bilanzierte Kiels Trainer Markus Anfang beim NDR Hörfunk. Kleiner Trost: Seine Mannschaft steht zumindest vorerst wieder an der Tabellenspitze.

Holstein erwischt Traumstart

Holstein musste auf die gesperrten Stammspieler Dominik Schmidt, Rafael Czichos und Alexander Mühling verzichten. Sein Startelf-Debüt feierte Atakan Karazor, der 21-Jährige lief im defensiven Mittelfeld auf. Bei heftigem Regen boten beide Mannschaften von Beginn an flotten Fußball - mit zählbarem Erfolg: Schon nach neun Minuten zappelte der Ball zum ersten Mal im Tor: 1:0 für Holstein! Eine genaue Hereingabe von Marvin Ducksch von der rechten Seite und ein platzierter, flacher Abschluss von Tom Weilandt sorgten für den ersten großen Jubel bei den "Störche"-Fans. Es blieb laut. Dafür sorgte der torgefährliche Spielmacher Dominick Drexler, der den Ball nach einer Ecke über die Linie grätschte und den Traumstart mit dem 2:0 perfekt machte (19.). Die Kieler waren wach und frisch, defensiv gut eingestellt und bissig in den Zweikämpfen. Die Gäste dagegen wirkten angeknackst, konnten aber aus dieser Schwächephase heraus zurückschlagen: Steven Skrzybski erzielte den Anschlusstreffer für Union (32.). Drei Treffer in der ersten Hälfte: Erinnerungen an das Torspektakel im Hinspiel wurden wach.

Kiel kann nicht nachlegen

 

Auf einen Berliner musste die Kieler Abwehr ganz besonders gut aufpassen: Unions Topstürmer Sebastian Polter (zehn Treffer). Der Ex-Wolfsburger tauchte immer wieder gefährlich vor dem Tor auf, auch Anfang des zweiten Durchgangs, als er aber zu wenig Druck in seinen Kopfball bekam (51.). Kiel reagierte mit einem strammen Schuss von Ducksch (55.) und hatte drei Minuten später eine "doppelte" Großchance: Erst scheiterte Kingsley Schindler am Pfosten, dann vergab Drexler im Nachsetzen. Zudem hatte die Partie einige rustikale Aktionen zu bieten. Regelmäßig lagen Spieler nach Zweikämpfen auf dem Rasen, das Tempo litt unter den Unterbrechungen. Kiels Keeper Kenneth Kronholm musste am Rücken behandelt werden.

Elfmeter, Rote Karte, Ausgleich

Viel Spannung lag in der Luft, als die Schlussphase anbrach. Während sich die Gäste aus der Hauptstadt um den Ausgleich bemühten, versuchten auch die Kieler weiter nach vorne zu spielen und mit dem möglichen 3:1 für die Entscheidung zu sorgen. Und dann pfiff Schiedsrichter Arne Aarnink (Nordhorn) plötzlich Elfmeter: Kiels David Kinsombi hatte Simon Hedlund zu Fall gebracht, der Verteidiger musste mit Rot vom Platz. Polter behielt in dieser Schlüsselszene die Nerven und verwandelte den Strafstoß zum 2:2-Endstand (85.).

2:2 nach 2:0 - Kiel verpasst Sieg

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 23.01.2018 | 22:40 Uhr

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