Wolfsburgs Torhüterin Almuth Schult ist frustriert. © IMAGO / Hübner

1:1 gegen Bayern: Wolfsburg darf nur noch ein bisschen hoffen

Stand: 09.05.2021 15:57 Uhr

Der Traum von der siebten deutschen Meisterschaft lebt für die Frauen des VfL Wolfsburg nur noch ein bisschen. Im Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern München hätte der VfL einen Sieg gebraucht, um sich an die Tabellenspitze zu setzen. Doch mehr als das 1:1 war am Sonntag nicht drin.

von Matthias Heidrich

Damit bleibt es bei zwei Punkten Rückstand für die Wolfsburgerinnen auf den Tabellenführer. Das Team von Trainer Stephan Lerch muss nun in den letzten beiden Saisonspielen auf einen Ausrutscher der Münchnerinnen hoffen, die noch bei Bayer Leverkusen (23. Mai) und zu Hause gegen Eintracht Frankfurt (6. Juni) antreten. Gleichzeitig zählen für den sechsmaligen deutschen Meister aus Niedersachsen in den verbleibenden Partien in Frankfurt und im eigenen Stadion gegen Werder Bremen, das sich mit dem 2:1 am Sonntag in Duisburg den Klassenerhalt sicherte, nur Siege.

Schult: "Müssen hoffen, dass Bayern noch einmal patzt"

"Es ist frustrierend, wir hatten uns etwas anderes vorgenommen. Wir müssen jetzt hoffen, dass Bayern noch einmal patzt. Wenn man sich die Saison ansieht, ist die Wahrscheinlichkeit natürlich nicht so hoch", sagte VfL-Torhüterin Almuth Schult, die zuletzt gegen Duisburg ihr Comeback nach 721 Tagen gefeiert hatte. Ihr Blick richtete sich aber schon nach vorn.

"Wir werden die Hoffnung nicht aufgeben und haben ja noch einen Titel zu gewinnen." VfL-Torhüterin Almuth Schult

Am 30. Mai geht es für die Wolfsburgerinnen im Pokafinale gegen Frankfurt. Im Halbfinale hatte Wolfsburg den großen Rivalen aus München zuletzt noch mit 2:0 besiegt. In der Liga ließ sich der Spitzenreiter nicht noch einmal überrumpeln. Nach dem 4:1-Erfolg im ersten Vergleich gestatteten die Bayern den Wolfsburgerinnen lediglich ein Remis.

VfL Wolfsburg ohne Popp im Topspiel

Die Gastgeberinnen starteten aggressiv und offensiv in das Topspiel, liefen die Münchnerinnen früh an. So unter Druck gesetzt, produzierten die Bayern Fehler. Ewa Pajor hätte die VfL-Frauen früh in Führung bringen können. Nach einer schönen Kombination kam die Stürmerin aus zwölf Metern frei zum Schuss, doch Bayern-Keeperin Laura Benkarth lenkte den halbhohen Versuch um den Pfosten.

Pajor, zuletzt gegen Duisburg (4:0) nicht dabei, stand für die verletzte Alexandra Popp in der VfL-Startelf. Die Kapitänin musste aufgrund einer Kniereizung kurzfristig passen. Wolfsburg spielte gut, aber das Fehlen der 30-Jährigen machte sich bemerkbar. Vor allem bei den hohen Bällen fehlte im Sturmzentrum die Abnehmerin.

Lohmann trifft für den FC Bayern

Die Gäste aus München konnten sich im Verlauf der ersten Hälfte immer mehr befreien und zeigten sich bei sommerlichen Temperaturen eiskalt. Nach einer zu kurzen Kopfballabwehr der Wolfsburgerinnen stand Sydney Lohmann goldrichtig und schob den Ball zur 1:0-Führung des Tabellenführers ins VfL-Tor (34.). Schult war bei dem abgefälschten Schuss machtlos.

Pajor köpft den Ausgleich für Wolfsburg

Viele Torraumszenen erspielten sich die Münchnerinnen nach dem Seitenwechsel nicht mehr. Mussten sie auch gar nicht. Die Gäste verlegten sich aufs Verteidigen ihrer Führung und fuhren damit zunächst gut. Den Gastgeberinnen fiel nicht viel ein, um das Bayern-Bollwerk zu knacken. Ein Freistoß von Dominique Janssen (67.) und Pajors am Ende verstolperter Alleingang (69.) - mehr war vorerst nicht aus Wolfsburger Sicht.

Es sah nach einer Niederlage für den VfL aus, ehe der unermüdliche Aufwand der Lerch-Mannschaft doch noch belohnt wurde. Nach einer Ecke war Pajor zur Stelle und köpfte den vielumjubelten Ausgleich (81.). Schnell holten die Wolfsburgerinnen den Ball aus dem Netz. Sie brauchten einen Sieg, um die Tabellenführung zu übernehmen und im Titelkampf die Oberhand zu gewinnen. Doch mehr als Pajors Treffer gelang den VfL-Frauen nicht.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 09.05.2021 | 13:00 Uhr

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