Stand: 20.05.2020 20:24 Uhr

Frauen-Bundesliga wird am 29. Mai fortgesetzt

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Der VfL Wolfsburg führt die Frauen-Bundesliga souverän an.

Als erste Frauenfußball-Profiliga in Europa wird die Bundesliga am 29. Mai ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen. Das ist das Ergebnis einer Managertagung der zwölf Erstligisten, wie der Deutsche Fußball-Bund am Mittwoch mitteilte. DFB-Präsident Fritz Keller sprach von einer "internationalen Vorreiterrolle" und fügte hinzu: "Die Rückkehr der Frauen-Bundesliga auf den Platz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einer Art Normalität im Fußball wie in der Gesellschaft." Der Vorsitzende des Liga-Ausschusses Siegfried Dietrich dankte zudem der DFL und den großen Clubs für ihr Engagement: "Mit ihrem Solidarfonds haben sie eine wesentliche Grundlage für den Re-Start der Frauen-Bundesliga gegeben."

Letzter Spieltag am 28. Juni - Pokalfinale am 4. Juli

Groß ist die Freude vor allem beim VfL Wolfsburg, der sechs Spieltage vor dem Saisonende mit acht Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten FC Bayern die Tabelle souverän anführt. "Wir freuen uns sehr, dass wir nun endlich Planungssicherheit haben", sagte der Sportliche Leiter Ralf Kellermann. Die Wolfsburgerinnen sind auch als Erste wieder im Einsatz, wenn am nächsten Freitag um 14 Uhr die Begegnung gegen den 1. FC Köln angepfiffen wird. Das Saisonfinale ist für den 28. Juni geplant. Alle Clubs stimmten für die schnelle Saisonfortsetzung, nur Köln enthielt sich.

Gute Chancen auf den Titel haben die "Wölfinnen" auch im DFB-Pokal, der ebenfalls bald fortgesetzt werden soll. Die Viertelfinals sind bereits für den 2. und 3. Juni angesetzt worden. Die VfL-Frauen müssen auswärts bei Zweitligist FSV Gütersloh 2009 antreten. Die Halbfinal-Partien folgen am 10. und 11. Juni, das Endspiel soll am 4. Juli in Köln ausgetragen werden.

Ratzeburg freut sich über "die Gleichbehandlung"

Für die Frauen-Bundesliga gilt im Prinzip dasselbe Hygiene-Konzept wie bei den Männern - also auch hier unter anderem engmaschige Testungen sowie ein Monitoring. Das Konzept wurde lediglich in organisatorischen Fragen angepasst, beispielsweise bei der Personenzahl für die festgelegten Zonen im Innen- und Außenbereich der überwiegend kleineren Stadien.

"Die Fortsetzung der Saison ist ein starkes Signal für den Frauenfußball und die Gleichbehandlung von Berufssportlerinnen und Berufssportlern", sagte DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg und fügte hinzu: "Wir freuen uns sehr, dass wir nun die Möglichkeit haben, die Entscheidungen in der Frauen-Bundesliga und dem DFB-Pokal der Frauen auf sportlichem Wege herbeizuführen."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 20.05.2020 | 23:03 Uhr