Stand: 21.05.2020 11:57 Uhr

Ex-Bremer Prödl: "Werder braucht ein Wunder"

Sebastian Prödl © imago images/DeFodi Foto: Roland Krivec
Der Österreicher Sebastian Prödl spielt mittlerweile im italienischen Udine.

Nicht weniger als ein Wunder brauche Werder Bremen, um in der Bundesliga noch den Klassenerhalt zu schaffen. Mehr Hoffnung macht sich Sebastian Prödl aktuell nicht. "Ich bin Werder noch sehr verbunden und leide sehr mit. Das Werder-Herz tut weh", sagte der Österreicher, der von 2008 bis 2015 das grün-weiße Trikot trug, im NDR 2 Bundesligashow Podcast. "Die Situation gestaltet sich mehr als dramatisch."

Geisterspiele treffen Werder hart

Dabei seien es gar nicht so sehr die Geschehnisse am vergangenen Montag, als die alte Liebe zu Hause gegen Leverkusen (1:4) nach der Corona-Pause prompt die 15. Saisonniederlage hinnehmen musste.

Moritz Cassalette und Martin Roschitz stehen sich gegenüber. © istockphoto Foto: Aksonov

AUDIO: Prödl, Martin auf dem Berg und Vizekusen (51 Min)

Viel mehr Sorgen bereitet dem 32-Jährigen, dass die Fans den Club nicht unterstützen können: "Nur die Beteiligten können aktuell etwas verändern. Die Zuschauer können die 'green white wonderwall' nicht wieder aktivieren und dem Verein diese Stärke einimpfen."

Prödl über Watford nach Udine

Die Bundesliga verfolgt Prödl mittlerweile von Italien aus. Nach viereinhalb Jahren beim FC Watford in England, schloss sich der Innenverteidiger erst im Februar Udinese Calcio an. Doch verletzt und nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie hat er für die Nord-Italiener noch kein Spiel bestritten.

Sebastian Prödl © imago images/PRiME Media Images Foto: Andy Rowland
Das Interesse am Fußball ist auch in Corona-Zeiten international ungebrochen.

Die Corona-Pause durfte der Österreicher mit Frau und Tochter im heimatlichen Graz verbringen. Seit Montag wird allerdings in Udine wieder trainiert - in Kleingruppen von vier bis sechs Spielern und unter Einhaltung strikter Hygiene-Regeln. Das Interesse am Re-Start in Deutschland war auch im besonders vom Virus betroffenen Italien "riesig". Prödl schaltete ebenfalls ein: "Die Sehnsucht war groß. Aber die Atmosphäre ohne Zuschauer hat mich nur sehr wenig gefesselt." Solche Spiele hätten "immer Freundschaftsspiel-Charakter" und jeder Profi wisse, wie viel man reinstecke in ein Testspiel.

Bremen schon fünf Punkte hinter Rang 16

Weniger als 100 Prozent Leistung kann sich allerdings besonders Werder, mittlerweile fünf Punkte hinter Relegationsrang 16 zurückgefallen, nicht erlauben. Das weiß auch Prödl: "Ich bin ein positiv denkender Mensch, ich bin Optimist. Ich hoffe noch auf den Klassenerhalt, aber wenn man realistisch an die Sache rangeht, braucht man schon ein Wunder."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 21.05.2020 | 06:00 Uhr

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