Stand: 24.10.2019 20:56 Uhr

VfL Wolfsburg kassiert späten Ausgleich in Gent

von Florian Neuhauss, NDR.de
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Der VfL Wolfsburg hatte im belgischen Gent keinen leichten Stand.

Der VfL Wolfsburg hat in der Europa League einen Dämpfer erhalten. Der Bundesligist sah am Donnerstagabend bei KAA Gent bereits wie der sichere Sieger aus, kassierte aber in der Nachspielzeit den Gegentreffer zum 2:2 (2:1). Mittelfeldspieler Renato Steffen ärgerte sich am NDR Mikrofon über "zwei verlorene Punkte". Weil zeitgleich auch St. Etienne gegen Olexandrija unentschieden spielte, verteidigte die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner, die auch nach dem zwölften Pflichtspiel der Saison wettbewerbsübergreifend noch ungeschlagen ist, trotz des Last-Minute-Ausgleichs ihre Tabellenführung in der Gruppe I. Weiter geht es am Sonntag (15.30 Uhr/im NDR Livecenter) in der Bundesliga mit dem Heimspiel gegen Augsburg. Der vierte Spieltag in der Europa League mit dem Rückspiel gegen Gent steht erst am 7. November (21 Uhr) an.

VfL spielt groß auf

Die "Wölfe" hatten von Beginn an Biss. Schon in der dritten Minute fiel das 1:0. Maximilian Arnold hebelte mit einem Pass in die Gasse die belgische Abwehr aus. Marcel Tisserand legte vor dem Tor quer, wo Wout Weghorst nur noch einzuschieben brauchte. Um ein Haar wäre Arnold auf der anderen Seite aber auch am schnellen Ausgleich beteiligt gewesen. Seinen Rückpass zum Torhüter hatte Gents Jonathan David erahnt, doch Pavao Pervan blockte den Ball (10.).

Renato Steffen vom VfL Wolfsburg © imago images/regios24 Foto: Darius Simka

Steffen: "Es sind zwei verlorene Punkte"

NDR 2 -

Weiter ungeschlagen, aber nicht zufrieden: Nach dem späten 2:2 bei der KAA Gent ärgerte sich Wolfsburgs Mittefeldspieler Renato Steffen über den verpassten Sieg.

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In der Folge verdienten sich die Niedersachsen allerdings nachhaltig die Führung. Weghorsts Knaller konnte Keeper Thomas Kaminski nur wegfausten (10.), William verpasste eine Flanke denkbar knapp (14.). Zehn Minuten später eroberte Arnold im Mittelfeld den Ball und schickte João Victor auf die Reise. Der Brasilianer ließ im Vollsprint per Übersteiger seinen Gegenspieler Igor Plastun einfach aussteigen und schoss wuchtig zum 2:0 ins lange Eck. Es war das erste Tor des Sommerzugangs aus Linz im Trikot des VfL.

Die Belgier reagierten mit wütenden Angriffen. Roman Yaremchuk ließ Jeffrey Bruma stehen und schoss an Pervan vorbei, doch Tisserand klärte vor der Linie (27.). Der Freistoß des ehemaligen HSV-Profis Vadis Odjidja-Ofoe ging knapp drüber (34.). Wenig später hatte João Victor zwar nach Vorlage von Renato Steffen das 3:0 auf dem Fuß, der Schuss ging deutlich drüber, doch das nächste Tor fiel auf der anderen Seite. Nach einem Ballverlust von João Victor schaltete diesmal Gent schnell um. Yaremchuk kam aus 25 Metern frei zum Schuss und traf zum Pausenstand (41.).

Yaremchuk schockt VfL spät

Und die Hausherren erwischten auch den besseren Start in die zweite Hälfte. Die Wolfsburger Defensive geriet ein ums andere Mal gehörig unter Druck, das Tor von Pervan allerdings nicht ernsthaft in Gefahr. Beim Schuss von David packte der Wolfsburger Schlussmann sicher zu (64.). Mit fortlaufender Spieldauer meldeten sich die Gäste aber auch offensiv wieder zu Wort. Bruma scheiterte nach einer Standardsituation an Kaminski (68.). Kurz darauf verpasste auch Joker Lukas Nmecha die Vorentscheidung (72.). Und einmal fehlten nur Zentimeter zum Ausgleich: Nach einer Flanke kam der ebenfalls eingewechselte Giorgi Kvilitaia zum Abschluss und verfehlte das Tor denkbar knapp (78.).

Doch der Ausgleich war nur aufgeschoben, denn Gent gab sich auch in der Nachspielzeit noch nicht geschlagen. Wieder war Yaremchuk zur Stelle und überwand mit dem gestreckten Bein Pervan - 2:2 (90.+4). Doppelt bitter für Wolfsburg, denn im Duell mit Tisserand hätte der Schiedsrichter eigentlich wegen gefährlichen Spiels abpfeifen müssen. Aber die Pfeife blieb stumm, und einen Videoschiedsrichter gibt es in der Europa League noch nicht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 24.10.2019 | 23:03 Uhr