Euphorie in Rostock: Hansa-Aufstiegsfeier im Stadion?

Stand: 04.05.2021 21:07 Uhr

Hansa Rostocks Sportchef Martin Pieckenhagen stapelt in Sachen Zweitliga-Aufstieg noch tief, in der Stadt herrscht aber eine große Euphorie. Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen bastelt bereits an Corona-konformen Feier-Szenarien.

"Ich habe schon mal geschaut, ob der Rathaus-Balkon aufgeräumt ist und ob wir da Platz hätten", sagte Madsen dem NDR. Ein Aufstieg der Drittliga-Fußballer würde viel bedeuten für die gesamte Stadt und ein Gefühl erzeugen, dass es aufwärts gehe, ergänzte der Däne: "Letztendlich verbinden auch viele Menschen, die nicht in der Stadt leben, Rostock mit Hansa - und deshalb wünsche ich mir eine stärkere Präsenz für uns."

Pieckenhagen übt sich in Zurückhaltung

Beim Club selbst übt man sich derweil noch in Zurückhaltung.

"Wenn Herr Madsen so euphorisch ist, ist das sein gutes Recht. Wir werden aber erst planen, wenn es etwas zu feiern gibt. Vorher gibt es keinen Grund, in irgendwelchen Sphären zu schweben." Hansa-Sportvorstand Martin Pieckenhagen

Vor zehn Jahren feierten die Rostocker den Zweitliga-Aufstieg auf einem Autobahn-Parkplatz. Während der Anreise zu ihrem Auswärtsspiel beim FC Bayern II erfuhren die Mecklenburger vom Patzer der Konkurrenz und legten kurzerhand einen Stopp ein: "Wir sind ausgestiegen, haben uns alle umarmt und gesungen. Die Leute, die da waren, haben groß geguckt und gedacht 'Was ist denn mit denen?'", erinnert sich der damalige Aufstiegstrainer Peter Vollmann. Die Stadionfeier mit den Fans wurde dann nach dem folgenden Heimspiel gegen Wiesbaden (3:1) nachgeholt.

VIDEO: 2011: Als Hansa Rostock auf der Autobahn den Aufstieg feierte (1 Min)

Madsen: "Im Stadion bestmögliche Infrastruktur"

Feiernde Fans im Stadion? Für Oberbürgermeister Madsen auch in Corona-Zeiten vorstellbar: "Das ist einer der Orte, wo es am leichtesten für uns wäre. Da haben wir die bestmögliche Infrastruktur, um Sicherheit und Hygiene aufrechtzuerhalten." Die Stadt stehe im Austausch mit der Polizei. Hoffnung macht zudem das Pilotprojekt am 20. März diesen Jahres, als zur Partie gegen den Halleschen FC (1:0) 700 negativ getestete Zuschauer zugelassen waren und alles reibungslos ablief. Madsen sprach von einem "großen Tag für Rostock".

Der nächste große Tag rückt näher. Zwei der drei noch verbliebenen Partien bestreiten die Rostocker im eigenen Stadion. Spätestens am letzten Spieltag gegen den VfB Lübeck (live im NDR) könnte die Rückkehr in die Zweite Liga feststehen. Trainer Jens Härtel ist zuversichtlich und gibt die Marschroute vor: "Wenn man jetzt auf diesem Tabellenplatz steht oder so viele Punkte und so eine Ausgangsposition hat, dann will und muss man es auch zu Ende bringen."

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 02.05.2021 | 22:30 Uhr

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