Stand: 18.08.2018 10:07 Uhr

Erneut frühes Pokal-Aus für St. Pauli

von Johannes Freytag, NDR.de
St. Pauli und Wehen Wiesbaden lieferten sich ein packendes Pokalduell.

Der FC St. Pauli ist im DFB-Pokal bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Der Tabellenführer der zweiten Fußball-Bundesliga unterlag am Freitagabend beim SV Wehen Wiesbaden mit 2:3 (0:1, 1:1) nach Verlängerung. Wie im Vorjahr (1:2 in Paderborn) scheiterten die Kiezkicker damit an einem Drittligisten. Das Team von Markus Kauczinski stand zwar lange defensiv sicher und war das dominierende Team, aber wie auch in den bisherigen Ligaspielen fehlte in der Offensive lange die Durchschlagskraft. In der Schlussphase der regulären Spielzeit und in der Verlängerung lieferten sich beide Teams einen offenen Pokalfight mit Torchancen hüben wie drüben. Als Wiesbaden durch Manuel Schäffler (104./Foulelfmeter) und Niklas Schmidt (105.) entscheidend vorgelegt zu haben schien, kamen die Hamburger durch Christopher Avevor (110.) noch einmal heran. St. Paulis Richard Neudecker wollte dennoch nicht von einem "Dämpfer" sprechen: "Im Pokal kann alles passieren. Wir gehen auf jeden Fall positiv weiter."

St. Pauli nach Ecke unaufmerksam - 0:1

1.Spieltag, 17.08.2018 20:45 Uhr

W. Wiesbaden

3

FC St. Pauli

2

Tore:

  • 1:0 Reddemann (35.)
  • 1:1 Neudecker (51.)
  • 2:1 Schäffler (104., Foulelfmeter)
  • 3:1 Nik. Schmidt (105.)
  • 3:2 Avevor (110.)

W. Wiesbaden: Kolke - Kuhn, Mockenhaupt, Reddemann, Wachs (101. Mintzel) - Mrowca, Schönfeld (70. Nik. Schmidt) - Andrist, Shipnoski (69. Kyereh) - Schäffler, Brandstetter (118. Modica)
FC St. Pauli: Himmelmann - Dudziak, Ziereis, Avevor, Buballa - Flum (79. Nehrig), Knoll - Sobota (75. C. Sahin), Neudecker, Möller Daehli (98. Diamantakos) - Allagui (46. Veerman)
Zuschauer: 10007

Weitere Daten zum Spiel

Bei St. Pauli fehlte Christopher Buchtmann, der sich an der Hand operieren ließ. Für ihn begann Waldemar Sobota auf dem rechten Flügel, Mats Möller Daehli rückte ins Zentrum. Wehen Wiesbaden hatte die erste gute Gelegenheit der Partie, als Stephan Andrist vom Sechzehner abzog und das Tor nur knapp verfehlte (10.), aber ansonsten waren die Hamburger das bessere Team. Die Kiezkicker waren zweikampfstärker, kombinierten sich geschickt durchs Mittelfeld, kamen jedoch nicht gefährlich vor das Tor der Hausherren.

Wie man es besser macht, zeigte dann der SVWW: Einen Eckball von Nicklas Shipnoski bekam die Hamburger Defensive im Fünfmeterraum nicht geklärt, Sören Reddemann reagierte im Gewühl am schnellsten und schob zum 1:0 ein (35.). Mehr passierte nicht, mit der etwas schmeichelhaften Führung für den Drittligisten ging es in die Halbzeitpause.

Debüt für Neuzugang Veerman

Trainer Kauczinski reagierte und brachte Neuzugang Henk Veerman für den nach einem Zusammenprall angeschlagenen Sami Allagui. Die Idee war klar: Der 2,01 Meter große Niederländer sollte mit langen und hohen Bällen gefüttert werden. St. Pauli glich auch prompt kurz nach Wiederanpfiff aus, das Tor machte jedoch ein anderer. Eine Ecke verlängerte Wiesbadens Patrick Schönfeld an den langen Pfosten, wo Richard Neudecker den Ball volley im Netz unterbrachte (51.). Fast im Gegenzug wären die Hamburger wieder in Rückstand geraten. Brandstetter scheiterte nach einer Hereingabe von Marc Wachs am großartig reagierenden St.-Pauli-Torwart Robin Himmelmann (53.).

Furiose Schlussoffensive

Wie schon im ersten Durchgang waren die Gäste die spielbestimmende Mannschaft, Torgefahr entstand aber nur nach Standards oder Einzelaktionen. Möller Daehlis Distanzschuss fischte Keeper Markus Kolke aus dem Winkel (63.), Christopher Avevors Kopfball nach einer Ecke strich knapp über die Querlatte (66.). Als in der Schlussphase beide Teams alles nach vorne warfen, wurde es turbulent: Sowohl Veerman auf Hamburger Seite (85., 90.) als auch Andrist auf Seiten der Gastgeber (88.) scheiterten jeweils frei vor dem gegnerischen Tor. Als auch Marvin Knolls Freistoß in der 93. Minute von Wiesbadens Torwart entschärft wurde, musste die Verlängerung die Entscheidung bringen.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 19.08.2018 | 22:30 Uhr

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