Stand: 16.09.2017 15:59 Uhr

Eismann bringt SV Meppen um zwei Punkte

von Christian Görtzen, NDR.de
Bild vergrößern
Der Meppener Nico Granatowski (l.) im Zweikampf mit Manfred Starke.

Lange Zeit hatte es nach einem Sieg des Fußball-Drittligisten SV Meppen im Aufsteigerduell beim FC Carl Zeiss Jena ausgesehen. Doch in der Schlussphase brachte FC-Kapitän Sören Eismann die Emsländer mit seinem zweiten Tor um zwei Punkte - sie mussten sich mit einem 2:2 (2:0) begnügen. Eismanns erster Treffer hatte für hitzige Diskussionen gesorgt. Marius Kleinsorge und Jovan Vidovic hatten die Mannschaft von SVM-Trainer Christian Neidhart mit 2:0 in Führung gebracht. Meppen kann nun nach acht Spieltagen neun Punkte vorweisen und belegt damit den zehnten Tabellenplatz.

Kleinsorge kompromisslos, Vidovic virtuos

8.Spieltag, 16.09.2017 14:00 Uhr

  • FC CZ Jena
  • 2:2


  • SV Meppen

Tore: 0:1 Kleinsorge (18.) 0:2 Vidovic (45.) 1:2 Eismann (58.) 2:2 Eismann (82.)
FC CZ Jena: Koczor - Brügmann, Grösch, Slamar, Cros (46. Tuma) - Löhmannsröben - Starke (46. Sucsuz), Eismann, Eckardt (46. Bock) - F. Dietz, Günther-Schmidt
SV Meppen: Domaschke - Ballmert, Gebers, Vidovic, Vrzogic - Puttkammer, Leugers (46. Posipal) - Kleinsorge (42. Kremer), Wagner (75. Hyseni), Granatowski - Girth
Zuschauer: 5500

Weitere Daten zum Spiel

Neidhart hatte auf jene elf Profis vertraut, die auch schon gegen den VfR Aalen (1:1) begonnen hatten. Der torgefährlichste Spieler des Aufsteigers, Benjamin Girth, hätte nach zwei Minuten fast sein sechstes Saisontor erzielt. Der gebürtige Magdeburger kam mit seinem Kopf aber nicht an die Flanke von Markus Ballmert heran. Auf der anderen Seite bot sich kurz darauf René Eckert eine gute Möglichkeit (3.). Wie es gemacht wird, zeigte der SVM in der 18. Minute: Nico Granatowski flankte den Ball von der linken Außenbahn in den Jenaer Strafraum, Girth ließ passieren, und hinter ihm schoss Kleinsorge das Spielgerät zum 1:0 in den oberen rechten Torwinkel. Fast hätten die Thüringer durch Julian Günther-Schmidt schnell den Ausgleich erzielt. Dessen Schuss aus kurzer Distanz parierte Meppens Torhüter Erik Domaschke (22.). Eine weitere gute Möglichkeit durch Florian Dietz machte SVM-Innenverteidiger Vidovic zunichte (34.). Letzterer ließ kurz vor Ende der ersten Halbzeit die Meppener Fans ein weiteres Mal jubeln. Der Kopfball des Slowenen aus spitzem Winkel senkte sich über Jenas Keeper Raphael Koczor hinweg zum 2:0 (45.) ins Tor. Mit dem Ergebnis ging es in die Kabinen.

Meppener zürnen mit Eismann

Bild vergrößern
Meppens Marius Kleinsorge (l.) schirmt den Ball gegen Guillaume Cros ab.

Jena kam mit Entschlossenheit und deutlich veränderter Mannschaft zurück. FC-Coach Mark Zimmermann hatte in der Pause drei Wechsel vorgenommen. In der 52. Minute scheiterte der emsige Günther-Schmidt erneut an Domaschke. Kurz darauf kochten die Emotionen hoch. Folgendes war der Auslöser: Der ballführende Granatowski hatte Schiedsrichter Benjamin Bläser (Niederzier) gestenreich darauf hingewiesen, dass FC-Stürmer Günther-Schmidt verletzt auf dem Rasen liege. Meppens Offensivspieler blieb stehen, mit dem Spielgerät vor den Füßen und wartete auf den Pfiff des Referees. Der kam nicht. Stattdessen trat Eismann auf den Plan und machte seinem Nachnamen zweifelharte Ehre. Jenas Kapitän trieb die Kugel nach vorne und schoss zum 1:2 (58.) ein. Meppens Spieler gerieten darüber in Rage und beklagten - zu Recht - eine Unsportlichkeit des Jenaers. Granatowski dürfte sich aber auch darüber geärgert haben, dass er den Ball nicht ins Seitenaus geschlagen hatte.

Emsländer kassieren in Unterzahl den Ausgleich

Die Gastgeber drängten auf den Ausgleich. Für Meppen wurde die Lage bedrohlicher, als Vidovic wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah (80.). Zehn Meppener standen in der Folge erheblich unter Druck. Sie hielten diesem nicht Stand. Erneut war es Eismann, der Domaschke in der 82. Minute zum 2:2 überwand. Jena wollte mit Macht noch den Siegtreffer, dieser aber fiel nicht mehr.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 16.09.2017 | 16:25 Uhr

Multimedia-Doku

SV Meppen: Kultclub aus dem Emsland

Maradona-Debüt für Barcelona, elf ereignisreiche Zweitliga-Jahre, Insolvenz und Rückkehr in den Profi-Fußball: NDR.de blickt in einer Multimedia-Doku auf die vergangenen 35 Jahre des SV Meppen zurück. mehr

29 Bilder

Der Kader des SV Meppen für die Saison 2017/2018

Von Torhüter Jeroen Gies über Kapitän Martin Wagner bis hin zu Goalgetter Benjamin Girth - der Kader des Drittliga-Aufsteigers SV Meppen für die Saison 2017/2018. Bildergalerie

Mehr Sport

03:26

Musikclip: Ein Halleluja für Hannover 96

17.10.2017 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
03:18