Stand: 22.07.2018 11:31 Uhr

Eintracht-Ikone Boland heuert in Australien an

Mirko Boland wechselt nach neuen Jahren bei der Eintracht nach Australien.

Neun Jahre lang schnürte Mirko Boland für Eintracht Braunschweig seine Fußballschuhe. Trotz des Drittliga-Abstiegs wollte der Routinier dem BTSV die Treue halten. Der Club aber plante nicht mehr mit ihm. Und so setzt der 31-Jährige seine Karriere nun in Australien fort.

Am Sonnabendnachmittag hat Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig seine Fans zur offiziellen Saisoneröffnung ins Stadion an der Hamburger Straße eingeladen. Es gab ein buntes Rahmenprogramm inklusive Autogrammstunde und als Höhepunkt der Veranstaltung ein Testspiel gegen das klassentiefere Waldhof Mannheim. Während das Drumherum dem Anhang sichtlich Freude bereitete, dürfte ihm der Auftritt der neu formierten Mannschaft doch einige Sorgen bereitet haben. 1:3 stand es nach 90 aus BTSV-Sicht durchwachsenen Minuten. Den Niedersachsen mangelte es an Abstimmung, Struktur sowie Zielstrebigkeit.

BTSV-Abschied nach neun Jahren

Mirko Boland hätte der Eintracht an diesem heißen Nachmittag sehr gerne geholfen. Doch die Dienste des 31-Jährigen ("Ich wollte meine Karriere hier beenden") sind bei den "Löwen" nicht mehr gefragt. Sein ursprünglich bis 2019 datierter Kontrakt verlor nach dem Sturz in Liga drei seine Gültigkeit, ein neues Arbeitspapier erhielt der Routinier nicht. Und so musste sich Boland im Herbst seiner Fußballer-Laufbahn zwangsläufig noch einmal neu orientieren. Er entschied sich nach reiflicher Überlegung, sein Glück in der Ferne zu suchen. Am Sonnabend wurde der langjährige BTSV-Profi (von 2009 bis 2018) beim australischen Erstligisten Adelaide United offiziell vorgestellt.

Coach Kurz erhofft sich Erfahrung und "weitere Qualitäten"

"Ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Es ist eine neue Erfahrung für mich und ich freue mich darauf, was jetzt in dieser Phase meiner Karriere kommen wird", sagte Boland nach der Unterzeichnung seines Zweijahresvertrags. Er sei "ein Gewinner" gab der Mittelfeldmann selbstbewusst zu Protokoll und versprach: "Ich werde alles geben und dann werden wir sehen, was wir erreichen können." Bei seinem neuen Arbeitgeber wird der aus dem westfälischen Wesel stammende Kicker vom früheren Bundesliga-Profi Marco Kurz trainiert. Der 48-Jährige erhofft sich von dem vormaligen Braunschweiger, dass er "viel Erfahrung und weitere Qualitäten" in Adelaides Mittelfeld einbringen wird.

Auch die australischen Presse schrieb durchweg positiv über die Verpflichtung des beim BTSV aussortierten Boland. Die Tageszeitung "The Advertiser" titulierte ihn als "german running maschine" ("Deutsche Laufmaschine").

Viele Jahre Fixpunkt im "Löwen"-Spiel

Viel gelaufen ist der 31-Jährige stets auch im Eintracht-Jersey. Jahrelang war Boland der Fixpunkt im Braunschweiger Spiel. In der vergangenen Serie konnte er dem Team wegen eines Innenbandrisses im Knie aber lange nicht helfen. Boland fiel wegen der Verletzung 13 Partien aus. Als der Routinier wieder fit war, befand sich die Mannschaft bereits in einer Abwärtsspirale, die letztlich nicht mehr aufzuhalten war. Durch das bittere 2:6 am letzten Spieltag bei Holstein Kiel stieg der BTSV ab. Es waren die letzten 90 Minuten Bolands im "Löwen"-Trikot. Bald darauf bekam er mitgeteilt, dass der Neuaufbau an der Hamburger Straße ohne ihn stattfinden werde.

"Wo etwas endet, beginnt auch etwas Neues", schrieb der Routinier damals auf seinem Instagram-Account. Dass das "Neue" tausende Kilometer von der Löwenstadt entfernt beginnen würde, daran war seinerzeit für den von der Eintracht-Entscheidung tief getroffenen Boland ("Braunschweig ist zu meinem Zuhause geworden") vermutlich noch nicht zu denken.

Braunschweigs Kader der Saison 2018/2019

Dieses Thema im Programm:

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