Jomaine Consbruch, Jasmin Fejzic und Brian Behrendt (v.l.) lassen sich von den Fans feiern. © IMAGO / Picture Point LE

Eintracht Braunschweig und die Sehnsucht nach einem Heimsieg

Stand: 21.08.2021 10:05 Uhr

Mehr als vier Monate mussten die Fans von Eintracht Braunschweig warten, um wieder einen Sieg ihrer Mannschaft bejubeln zu können. Nach dem 2:0 in Halle soll nun am heutigen Sonnabend gegen Zwickau die nächste Negativserie beendet werden.

Denn auf einen Pflichtspiel-Heimsieg wartet der Fußball-Drittligist noch länger - genauer gesagt seit 163 Tagen: Am 7. März dieses Jahres bezwangen die Niedersachsen den SV Sandhausen durch ein Last-Minute-Freistoßtor von Felix Kroos.

Der hat Braunschweig zwar inzwischen verlassen, BTSV-Stürmer Luc Ihorst ist dennoch zuversichtlich, dass es heute (14 Uhr, live im NDR Fernsehen und bei NDR.de) mit dem "Dreier" im eigenen Stadion klappt: "Ich glaube, wir finden gerade bezüglich unserer Laufbereitschaft und unserer Intensität einen guten Weg, unsere Spiele zu gewinnen. Es geht jetzt auf jeden Fall in die richtige Richtung und das ist das Wichtigste."

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Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv © Colourbox Foto: Taweesak Jarearnsin

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Ihorst kompensiert Ausfälle im Sturm

Der Neuzugang vom VfL Osnabrück scheint jedenfalls auch auf einem guten Weg zu sein. Erzielte er in den sechs Testpartien der Saisonvorbereitung lediglich ein Tor, hat er in den drei Pflichtspielen schon zwei auf dem Konto. Der 21-Jährige traf bei der knappen Pokalniederlage gegen den HSV und vergangenen Montag beim 2:0 in Halle. Das Formhoch kommt zur rechten Zeit, denn viele Sturm-Alternativen hat BTSV-Coach Michael Schiele angesichts der Verletzungen von Benjamin Girth und Sebastian Müller nicht. Nominell einziger Angreifer neben Ihorst ist Yari Otto. "Der Kader stellt sich von alleine auf", sagte Schiele am Freitag.

Henning: "Wollen Stadion beben lassen"

Da passt es, dass in Halle auch ein zweiter Neuzugang der Braunschweiger überzeugte. Bryan Henning war überall auf dem Platz zu finden, zeigte Laufstärke, Biss und Robustheit im Zweikampf. Auf der Zehner-Position verleiht der 26-Jährige der Mannschaft eine große Stabilität: "Dieser Sieg war unheimlich wichtig. Damit sieht es jetzt auch in der Tabelle für uns gleich wieder besser aus. Gegen Zwickau wollen wir daran anknüpfen", gab Henning die Marschroute für das Heimspiel aus.

"Mit den Fans im Rücken ist es gefühlt wie in einer anderen Sportart. Wir freuen uns auf jeden Fan, der im Stadion ist" Eintracht-Profi Michael Schultz

Vor allem soll der schlechte Eindruck vom 0:4 gegen Viktoria Berlin korrigiert werden. "Unsere Fans haben da mehr erwartet, deshalb kann ich verstehen, dass sie sauer waren", erinnert sich Henning nur ungern an das Pfeifkonzert des eigenen Anhangs. Im Pokal gegen den HSV lief es schon besser, und gegen Zwickau wolle man das Stadion nun "mit unserem ersten Heimsieg beben lassen", kündigte Henning an.

Auch gegen Zwickau ohne Gästefans

7.800 Zuschauer sind gegen den FSV erlaubt - allerdings keine Anhänger der Gäste. Die Eintracht hat zwar bereits ein neues Hygiene-Konzept mit Gästefans bei den lokalen Behörden eingereicht und hofft auf eine entsprechende Genehmigung - aus zeitlichen Gründen wird dies bis Sonnabend wohl nicht klappen. So dürfen erst am 28. August im Heimspiel gegen 1860 München auswärtige Zuschauer dabei sein.

Mögliche Aufstellungen:

Eintracht Braunschweig: Fejzic - Wiebe, Behrendt, Schultz, Kijewski - Krauße, Nikolaou - Pena Zauner, Henning, Multhaup - Ihorst
FSV Zwickau: Brinkies - Butzen, Susac, Nkansah, Coskun - Göbel, Möker, Schikora, Willms - Baumann, König

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Omar Haktab Traore vom VFL Osnabrück © IMAGO / osnapix

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 21.08.2021 | 14:00 Uhr

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