Nick Proschwitz von Eintracht Braunschweig © imago images / Hübner

Eintracht Braunschweig: Sieg und Tore gegen Würzburg ein Muss

Stand: 16.05.2021 10:30 Uhr

Eintracht Braunschweig empfängt heute die bereits als Absteiger feststehenden Kickers aus Würzburg. Ein Sieg und viele Tore sind Pflicht, um die Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren.

Wenn die Partie heute um 15.30 Uhr (im Livecenter bei NDR.de) angepfiffen wird, sind die Verantwortlichen und Anhänger des BTSV sicherlich auch mit einem Ohr in Osnabrück. Denn sollte der VfL sein Heimspiel gegen den HSV verlieren, hätten die Blau-Gelben - einen eigenen Sieg vorausgesetzt - den Relegationsplatz schon einmal gesichert. Da die direkten Konkurrenten Sandhausen und Regensburg gegeneinander spielen, würde die Eintracht zudem entweder auf dem 15. Tabellenplatz ins Saisonfinale gehen, oder schlimmstenfalls nur durch die Tordifferenz vom rettenden Ufer entfernt sein.

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Ein Plakat zeigt das "Abstiegsgespenst" © imago/Hartenfelser

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HSV als Braunschweig-"Retter"?

Fünf Treffer trennen die punktgleichen Teams aus Braunschweig und Sandhausen. Wenn also die "Löwen" ihre Situation verbessern wollen, bietet sich die Chance dazu eher im Heimspiel gegen das Ligaschlusslicht Würzburg als eine Woche später im Gastspiel beim Tabellenvierten HSV, der den Bundesliga-Aufstieg noch nicht abgeschrieben hat. Für Sandhausen ist die Situation vergleichbar - sie treten am letzten Spieltag beim Spitzenreiter VfL Bochum an.

"Ich hoffe, der HSV erspielt sich in Osnabrück eine gute Aussgangsposition, die er dann gegen uns wieder verspielt. Da sollte sich der HSV auch treu bleiben." BTSV-Präsident Christoph Bratmann

BTSV-Präsident Christoph Bratmann verriet im Podcast "Eintracht InTeam", dass er den HSV gleich doppelt auf seiner "Retter-Rechnung" hat: Zunächst sollen die Hanseaten in Osnabrück gewinnen und anschließend gegen Braunschweig Punkte lassen. Dass die Hamburger dann den Aufstieg verpassen würden, nimmt der 51-Jährige gerne in Kauf: "Ich würde den HSV gerne nächste Saison wieder in der Zweiten Liga sehen - mit uns", erklärte Bratmann.

BTSV-Offensive bislang harmlos

Aber die Eintracht täte gut daran, nicht nur auf die Konkurrenz zu schauen, sondern erst einmal selbst zu liefern. Der angestrebte Sieg gegen Würzburg sollte auch möglichst hoch ausfallen. Nur offenbart sich da schon das Dilemma der Braunschweiger. Mit lediglich 29 Treffern in 32 Spielen ist der BTSV-Sturm nur ein laues Lüftchen, die Eintracht-Offensive die schwächste der Liga.

Lediglich zwei Mal erzielten die Niedersachsen in dieser Saison mehr als zwei Tore in einem Ligaspiel: Beim 3:2 gegen Nürnberg und beim 4:0 in Osnabrück. Außerdem gab es im DFB-Pokal ein 5:4 gegen Hertha BSC. In sage und schreibe 15 Ligaspielen hingegen stand bei den "Löwen" vorne die "Null".

Trainer Daniel Meyer zeigte sich am Freitag optimistisch, dass der Knoten platzt: "Wir müssen am Sonntag die Energie auf den Platz bringen und im richtigen Moment hochfahren. Ich erlebe in der Mannschaft eine große Geschlossenheit und große Überzeugung."

Quarantäne: Kurze Wege, gewohnte Trainingsmöglichkeiten

Wie alle anderen Teams der Ersten und Zweiten Liga befindet sich die Eintracht in der von der Deutschen Fußball Liga (DFL) vorgeschriebenen Quarantäne. Anders als im vergangenen Jahr, als die Blau-Gelben vor dem Re-Start der Dritten Liga nach Barsinghausen zogen, entschieden sich die Niedersachsen diesmal bewusst dafür, in Braunschweig zu bleiben.

"Wir können einerseits unsere gewohnten Trainingsmöglichkeiten nutzen und sowohl in der Woche als auch am Spieltag die An- und Abreisewege kurz halten", sagte Meyer: "Darüber hinaus ist so eine optimale Betreuung unserer verletzten und angeschlagenen Spieler gewährleistet."

Behrendt-Einsatz weiter fraglich

Das Lazarett der Braunschweiger hat sich derweil ein wenig gelichtet. Brian Behrendt hat Teile des Mannschaftstrainings absolviert, ob er allerdings auch spielen wird, ist laut Meyer fraglich: "Der Einsatz ist mit großem Risiko behaftet. Er hat zwar keine Schmerzen mehr, aber es kann keiner garantieren, inwiefern das Spiel am Sonntag bei seinem Muskel erneut Probleme hervorrufen könnte," sagte der Coach am Freitag.

Mögliche Aufstellungen:

Braunschweig: Fejzic - Wiebe, Kessel, Diakhite, Schlüter - Nikolaou, Ben Balla - Bär, Kobylanski, Kaufmann - Proschwitz
Würzburg: Bonmann - Ronstadt, Dietz, Kraulich, Feltscher - Kopacz, Hägele, Sontheimer, van la Parra - Munsy, Pieringer

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Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv © Colourbox Foto: Pressmaster

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 16.05.2021 | 22:50 Uhr

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