Stand: 02.02.2019 16:08 Uhr

Girth trifft, wie er will: VfL Osnabrück siegt

von Matthias Heidrich, NDR.de
Doppeltorschütze Benjamin Girth (l.) war Osnabrücks Matchwinner in München.

Der VfL Osnabrück zieht an der Tabellenspitze der Dritten Liga weiter einsam seine Kreise. Am Sonnabend feierten die Niedersachsen einen 2:1 (1:0)-Erfolg bei 1860 München und schraubten ihr Punktekonto nach dem 15. Spiel in Folge ohne Niederlage (zehn Siege, fünf Unentschieden) auf 47 Zähler. "Unsere Serie geht weiter, aber wir sind immer noch gierig und wollen immer noch mehr", sagte VfL-Trainer Daniel Thioune "Telekom Sport".

Bedanken konnten sich die Lila-Weißen bei Benjamin Girth. Der im Winter von Holstein Kiel ausgeliehene Angreifer markierte beide Treffer und baute seine Bilanz auf beeindruckende drei Treffer in den ersten zwei Spielen für den VfL aus. Zum Auftakt hatte er Osnabrück zum 1:0-Sieg gegen seinen Ex-Club SV Meppen geschossen.

Girth am zweiten Pfosten zum Ersten

22.Spieltag, 02.02.2019 14:00 Uhr

1860 München

1

VfL Osnabrück

2

Tore:

  • 0:1 Girth (7.)
  • 1:1 Mölders (61.)
  • 1:2 Girth (80.)

1860 München: Hiller - Paul, Berzel, Wein, Lorenz, P. Steinhart - Lex (59. F. Weber), Moll (52. Owusu), Bekiroglu, Karger - Mölders (78. R. Lacazette)
VfL Osnabrück: Körber - K. Engel, Susac, M. Trapp - Renneke, Taffertshofer, Ouahim (90.+1 Agu), Blacha (54. Danneberg), S. Tigges (69. Pfeiffer) - Heider, Girth
Zuschauer: 15000 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

Der Spitzenreiter erwischte einen perfekten Start. Bashkim Renneke setzte sich über die rechte Seite schön durch und flankte butterweich auf den zweiten Pfosten. Girth war zur Stelle und köpfte zum 1:0 für den VfL ein (7.). In der Folge entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der die Niedersachsen etwas gefährlicher agierten. Doch Anas Ouahim (9., 32.) und Konstantin Engel (39.) verpassten weitere Möglichkeiten, um auf 2:0 zu erhöhen.

Es dauerte, bis die zweite Hälfte an Fahrt aufnahm. Nickeligkeiten und Verletzungen (Osnabrücks David Blacha musste in der 53. Minute mit einer Knöchelverletzung raus) beherrschten das Bild, ehe Schiedsrichter Patrick Alt dem Spiel eine Wendung gab. Er wertete den Einsatz von Aaron Berzel gegen Girth als Notbremse und zeigte dem 1860-Verteidiger Rot (57.). Eine zu harte Entscheidung. Die beste Defensivmannschaft der Liga 1:0 in Führung und mit einem Mann mehr, alles sprach für Osnabrück. Doch nur vier Minuten später gelang 1860 in Unterzahl der Ausgleich: Kapitän Sascha Mölders traf von der Strafraumgrenze flach ins rechte Eck.

Girth am zweiten Pfosten zum Zweiten

VfL-Coach Thioune reagierte und brachte in der 69. Minute mit Luca Pfeiffer einen weiteren Angreifer. Sein Team verstand das Signal, nahm das Heft wieder in die Hand und wurde belohnt. Girth stahl sich in der 80. Minute bei einer Ecke von Ouahim am zweiten Pfosten davon, der Ball wurde verlängert und der VfL-Stürmer war wieder mit dem Kopf zur Stelle - 2:1 für den Favoriten. Die zweite Führung ließen sich die Niedersachsen dann nicht mehr nehmen.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 02.02.2019 | 14:00 Uhr

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