Stand: 20.09.2019 20:53 Uhr

Meppen enttäuscht in Würzburg

von Johannes Freytag, NDR.de

Der SV Meppen ist nach dem rauschenden Fest gegen Kaiserslautern (6:1) schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Die Drittliga-Fußballer von Trainer Christian Neidhart verloren am Freitagabend nach einer ganz schwachen Leistung mit 2:3 (1:3) bei den Würzburger Kickers. Valdet Rama erzielte im ersten Durchgang den Treffer der Emsländer nach einem Freistoß. Aus dem Spiel heraus entwickelte der SVM nur selten Torgefahr. Der zweite Treffer von Julius Düker fiel erst Sekunden vor dem Schlusspfiff.

Meppens Fehler gnadenlos bestraft

Meppen-Coach Neidhart sah nach dem furiosen Erfolg gegen Kaiserslautern keinerlei Anlass, seine Startformation zu verändern.

9.Spieltag, 20.09.2019 19:00 Uhr

Würzburger K.

3

SV Meppen

2

Tore:

  • 1:0 Pfeiffer (13.)
  • 2:0 Sontheimer (17.)
  • 2:1 Rama (20.)
  • 3:1 Rhein (34.)
  • 3:2 Düker (90. +4)

Würzburger K.: Verstappen - Ronstadt, Hägele, Schuppan - F. Kaufmann (80. Hemmerich), Gnaase, Rhein (85. Hansen), Vrenezi (90.+2 Widemann), Herrmann - Sontheimer, Pfeiffer
SV Meppen: Domaschke - Ballmert, Osée, Komenda, Amin - Egerer, Evseev - Guder (63. Kleinsorge), Tankulic (56. Düker), Rama (84. El-Helwe) - Undav
Zuschauer: 4580

Weitere Daten zum Spiel

Vom Selbstbewusstsein war bei den Norddeutschen allerdings zunächst wenig zu sehen. Meppen ließ Würzburg kommen, lauerte lediglich auf Konter. Das klappte nur leidlich, Rene Guder (5.) kam zu spät und Florian Egerer legte sich den Ball zu weit vor (8.). Stattdessen sorgte die bislang in dieser Saison so sicher stehende SVM-Defensive für einen frühen 0:2-Rückstand. Ein schlampiger Spielaufbau brachte den Ball zu Würzburgs Robert Herrmann - dessen Hereingabe vollendete Luka Pfeiffer direkt zum 1:0 (13.). Kurz darauf leistete sich Meppens Keeper Erik Domaschke einen Blackout, vertändelte den Ball und wurde von Patrick Sontheimer überlupft (17.).

Die Emsländer kamen zwar schnell zum Anschlusstreffer - Valdet Rama traf nach feiner Freistoßvariante (20.) - doch Druck baute die Neidhart-Elf danach nicht auf. Im Gegenteil, die Partie verflachte zusehends. Bis Würzburg wieder das Tempo erhöhte und Meppens Abwehr dabei erneut zu Fehlern zwang. Willi Evseev ließ eine Herrmann-Hereingabe direkt vor die Füße von Simon Rhein prallen, der 21-Jährige fackelte nicht lange und drosch zum 3:1 ein (34.).

Gelb-Rot für Undav

Auch im zweiten Durchgang taten sich die Gäste schwer. Undav bekam nach einem langen hohen Pass den Ball nicht unter Kontrolle, Würzburgs Torhüter Eric Verstappen packte sicher zu (55.). Das war es aber auch schon mit den Offensivaktionen der Meppener, die ansonsten lediglich bei Freistößen gefährlich waren - Undavs Schuss wurde geblockt (69.). Zwölf Minuten später wurde es endgültig zum gebrauchten Tag für die Norddeutschen. Undav kassierte für einen Luft-Zweikampf mit Ellenbogen-Einsatz die Gelb-Rote Karte (81.). Dükers Tor in den Schlusssekunden kam zu spät.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 20.09.2019 | 22:40 Uhr