Stand: 01.12.2019 16:00 Uhr

Hansa Rostock: "Sehr, sehr ordentliches Geschäftsjahr"

Fußball-Drittligist Hansa Rostock darf nach dem Ende der sportlichen Talfahrt (1:0 gegen Würzburg) auch wirtschaftlich wieder optimistisch in die Zukunft blicken. Zwar verbuchten die Mecklenburger im abgeschlossenen Geschäftsjahr ein Minus von knapp einer halben Million Euro (Vorjahr: -1,871 Millionen), dennoch ist das Ergebnis um rund 2,7 Millionen Euro besser ausgefallen als ursprünglich geplant. "Wir blicken auf ein sehr, sehr ordentliches Geschäftsjahr zurück und sind unserer eigenen Zielsetzung schon zwei Jahre voraus", erklärte Finanzvorstand Christian Hüneburg auf der Mitgliederversammlung des Vereins am Sonntag. Die Gesamtverbindlichkeiten sind allerdings trotzdem leicht auf nun 24 Millionen Euro angewachsen.

Hansa Rostock mit Rekordzahlen

Die wirtschaftliche Situation ist so gut wie noch nie in der Drittklassigkeit. Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Millionen Euro auf 19,1 Millionen Euro - ein Steigerung um 32 Prozent.

Der operative Gewinn (vor Steuern und Abschreibungen) betrug 2,478 Millionen Euro. "In Bezug auf Werbeerlöse, Merchandising, Zuschauerschnitt und Mitgliederzahl sind wir deutlich gewachsen. Wir haben unsere Ziele übertroffen", sagte Vorstandschef Robert Marien. "Dazu fielen drei große Konzerte mit Marteria, Westernhagen und Rammstein in das Geschäftsjahr, die zweite Runde des DFB-Pokals und der Transfererlös von Ioannis Gelios", ergänzte Hüneburg.

Auch vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) hatten die Rostocker erst kürzlich positive Nachrichten erhalten. Der DFB bescheinigte den Norddeutschen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bis zum Ende der laufenden Drittliga-Saison 2019/2020 ohne Auflagen und Bedingungen. "Dass wir die Lizenz für die laufende Spielzeit bereits im ersten Anlauf erhalten haben und nun auch die Nachlizenzierung ohne Bedingungen und Auflagen erfolgreich bestanden haben, zeigt dass wir wirtschaftlich auf dem richtigen Weg sind", erklärte Hüneburg. Wegen des positiven Bescheides durch den DFB haben die Rostocker zudem keine Auflagen bei möglichen Spielertransfers in der Winter-Wechselperiode zu beachten.

Vorstand Marien: Aufstieg spätestens 2021

Diskutiert wurde auf der Mitgliederversammlung auch über die sportliche Entwicklung beim Drittligisten. Nachdem der Aufstieg in die Zweite Liga im Sommer zum wiederholten Mal verpasst worden war, formulierte Vorstandschef Marien gegenüber NDR 1 Radio MV das Ziel, dass noch während der aktuellen Amtszeit des Vorstandes in den kommenden gut zwei Jahren der Sprung in die Zweitklassigkeit gelingt.

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Sport kompakt | 01.12.2019 | 16:00 Uhr