Stand: 02.12.2019 20:54 Uhr

Eintracht Braunschweig klettert auf Rang drei

von Johannes Freytag, NDR.de
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Jubel bei den Eintracht-Profis über den zweiten Sieg in Folge.

Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig hat auch im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Marco Antwerpen einen Sieg gefeiert. Die Niedersachsen setzten sich am Montagabend mit 3:1 (2:0) gegen den FSV Zwickau durch. Marcel Bär, Martin Kobylanski und Robin Becker trafen in einer lange überlegen geführten Partie für den BTSV, das Zwickauer Tor erzielte Ronny König. Dank des Dreiers kletterten die Braunschweiger auf den dritten Tabellenplatz, nur die schlechtere Tordifferenz trennt sie vom zweitplatzierten Halleschen FC. Tabellenführer Duisburg hat drei Zähler Vorsprung. "Wir sind mit sehr viel Schwung in die Partie gekommen, das haben wir uns genau so vorgenommen. In Summe können wir zufrieden sein und haben wichtige Punkte geholt", sagte Antwerpen nach der Partie.

Bär und Kobylanski bringen den BTSV auf Kurs

Der BTSV-Coach ersetzte den grippekranken Robin Ziegele und den Gelb-gesperrten Benjamin Kessel durch Kevin Goden und Felix Burmeister. Zudem standen Danilo Wiebe und der Doppeltorschütze vom 2:1-Erfolg gegen Chemnitz, Mike Feigenspan, in der Startelf.

17.Spieltag, 02.12.2019 19:00 Uhr

Braunschweig

3

FSV Zwickau

1

Tore:

  • 1:0 Bär (26.)
  • 2:0 Kobylanski (29.)
  • 3:0 R. Becker (56.)
  • 3:1 R. König (67.)

Braunschweig: Fejzic - Goden, R. Becker, Burmeister, Kijewski - Kobylanski (72. Otto), Nehrig, Wiebe - Bär (82. Pfitzner), Proschwitz, Feigenspan (67. Putaro)
FSV Zwickau: Brinkies - Godinho, Handke, Frick, Miatke - Schröter (82. Jäpel), Reinhardt, L. Jensen (63. Hehne), Viteritti - E. Huth (63. Wegkamp), R. König
Zuschauer: 16190

Weitere Daten zum Spiel

Die Hausherren legten los, als wollten sie Zwickau im Schnelldurchgang aus dem Stadion schießen. Nick Proschwitz (4.) Nico Kijewski (5.) und Kobylanski (6.) ließen schon in den Anfangsminuten hochkarätige Torchancen liegen. Erst nach einer Viertelstunde konnten sich die Gäste ein wenig vom Dauerdruck befreien und kamen ihrerseits vor das Gehäuse von BTSV-Torwart Jasmin Fejzic, Elias Huth konnte sich aber im Strafraum nicht durchsetzen (18.).

Spielbestimmend blieb weiter die Eintracht, die sich in der 27. Minute für ihr Offensivfeuerwerk belohnte: Eine butterweiche Flanke von Proschwitz vollendete Bär per Kopf zum längst überfälligen 1:0. Knapp zwei Minuten später sprintete der Torschütze in einen Zwickauer Fehlpass, stocherte den Ball im Strafraum etwas unorthodox quer, Kobylanski schob zum 2:0 ein (29.). Feigenspan versuchte es noch einmal mit einer Direktabnahme, schoss jedoch über das Tor (34.). Danach ließen es die Braunschweiger etwas ruhiger angehen, ohne dabei in der Defensive ernsthaft in Gefahr zu geraten.

Becker trifft, aber Zwickau macht es noch mal spannend

Keine drei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da hatte der Braunschweiger Anhang wieder den Torschrei auf den Lippen. Doch Goden köpfte nach schöner Hereingabe von Feigenspan den Ball am leeren Tor vorbei (48.). Aber das 3:0 war nur für wenige Minuten aufgeschoben. Kobylanski trat einen Freistoß gefühlvoll in den Strafraum, Becker rauschte heran und drosch das Leder unter die Latte (56.). Nach einer guten Stunde schien die Partie damit entschieden. Die Gäste aus Zwickau spielten viel zu harmlos, Braunschweigs Abwehr war kaum gefordert.

Aus dem Nichts kam der FSV dann aber doch zu seinem Tor. Einen weiten Abschlag von Brinkies legte Gerrit Wegkamp direkt quer auf König - der Stürmer ließ Fejzic keine Abwehrchance (67.). Vier Minuten später lag der Ball erneut im Braunschweiger Netz, wieder hatte König getroffen - war aber aus dem Abseits gekommen, das Tor zählte nicht (71.). Aber die Souveränität der Gastgeber war urplötzlich verflogen. Zwickau drängte, kaufte den Blau-Gelben durch aggressive Zweikampfführung den Schneid ab. Es reichte aber nicht mehr, Fejzic hielt gegen Wegkamp (86.) und Christopher Handtke (90.+1) den letztlich völlig verdienten 3:1-Sieg für Braunschweig fest.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 02.12.2019 | 23:03 Uhr

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