Stand: 06.07.2020 16:45 Uhr

Eintracht: Trainer-Entscheidung Anfang der Woche

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Marco Antwerpen hat mit Braunschweig den Aufstieg geschafft.

Eintracht Braunschweig ist zurück in der Zweiten Bundesliga. Doch wird der Vertrag mit Aufstiegstrainer Marco Antwerpen verlängert? "Wir werden Anfang der Woche entscheiden. Aber erst einmal kann ich sagen, dass Marco Antwerpen hier einen tollen Job gemacht hat", sagte der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende Sebastian Ebel am Sonntag dem NDR.

Sportdirektor Peter Vollmann hatte bereits am Vortag beim letzten Saisonspiel in Meppen (3:4) erklärt, er habe seine "Empfehlung schon weitergeben". Sie dürfte pro Antwerpen ausgefallen sein. Sein Wunschtrainer hatte die drittklassigen "Löwen" im November übernommen und vor allem Dank eines tollen Laufs nach der Corona-Pause zum Aufstieg geführt.

Knackpunkt Investitionen in den Kader?

Auch Antwerpen selbst will offensichtlich bleiben: "Ich habe schon immer gesagt, dass es auch mein persönliches Ziel ist, in die Zweite Liga zu gehen", konstatierte der 48-Jährige. Allerdings ist er trotz des Erfolgs im Verein nicht unumstritten, gilt als kantig und zuweilen eigensinnig. Man müsse sehen, "was der Verein möchte und was ich möchte", sagte er. Dabei dürfte es nicht zuletzt um die Zusammensetzung der Mannschaft gehen. Der Kader sei aktuell in der Zweiten Liga "nicht konkurrenzfähig. Das weiß jeder", meinte Vollmann. Deshalb plant der Sportdirektor mit "sechs, sieben, acht" Neuzugängen: "Wir haben nicht viel Zeit, aber viel Arbeit".

Fürstner wechselt zur Mainzer U23

Von den fünf Leihspielern ist vorerst nur der Verbleib des früheren U20-Nationalspielers Patrick Kammerbauer sicher. Einen Transfer der beiden Winterzugänge Marvin Pourié und Merveille Biankadi müsste die Eintracht erst noch mit dem Karlsruher SC und dem 1. FC Heidenheim aushandeln. Durch den Zweitliga-Aufstieg haben sich einige Verträge mit Spielern wie Stephan Fürstner, Felix Burmeister, Marcel Engelhardt oder Manuel Schwenk per Option um ein Jahr verlängert. Der ehemalige Kapitän Fürstner wechselt allerdings zur neuen Spielzeit zur U23 des 1. FSV Mainz 05 in die Regionalliga Südwest. Sein Kontrakt wurde aufgelöst. "Mainz 05 bietet mir eine tolle Zukunftsperspektive. Ich kann nicht nur noch zwei Jahre Fußball aktiv spielen, sondern habe gleichzeitig auch die Chance, die ersten Schritte in Richtung Trainer-Ausbildung zu machen", sagte der Routinier.

Vertragslos sind bei den Niedersachsen nur noch die 35 Jahre alte Club-Ikone Marc Pfitzner ("Ich hätte schon noch Lust, weiter Fußball zu spielen, auch für die Braunschweiger Eintracht"), die Verteidiger Robin Becker und Steffen Nkansah - sowie Antwerpen.

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Sportclub | 04.07.2020 | 14:00 Uhr