Stand: 22.01.2019 14:14 Uhr

Dritte Liga: Die vier Nordclubs vor dem Start

Derby zum Restrundenauftakt: Am Sonnabend kommt es in Osnabrück zum Duell mit Meppen.

Ein Tabellenführer und ein Schlusslicht, dazu ein Club mit Ambitionen nach oben und einer mit sorgenvollem Blick nach unten - verschiedener könnte die Ausgangslage der vier Fußball-Drittligisten aus dem Norden vor dem Restrundenstart kaum sein. Spitzenreiter VfL Osnabrück hat am Sonnabend (ab 14 Uhr live im NDR Fernsehen und als Video-Livestream bei NDR.de) den abstiegsbedrohten SV Meppen als Derbygast. Einen Tag später (14 Uhr) versucht der Tabellenletzte Eintracht Braunschweig, gegen den Achten Hansa Rostock seine Aufholjagd zu starten. Ein Überblick über die Lage und die Aussichten der vier Nordclubs.

VfL Osnabrück: Kaum personelle Sorgen

TV-Tipp

Osnabrück - Meppen live

Der Sportclub zeigt die Partie am Sonnabend live im TV und bei NDR.de Kommentator ist Patrick Halatsch, die Moderation übernimmt Ben Wozny. mehr

Der Tabellenführer hat sich in der Offensive noch einmal verstärkt: Vom Zweitligisten Holstein Kiel wurde Benjamin Girth ausgeliehen. Der Stürmer ist der einzige Neuzugang der Niedersachsen und bewies beim letzten Test der Wintervorbereitung mit seinem Premierentor im VfL-Trikot, dass er im ohnehin gut bestückten Osnabrücker Angriff eine Bereicherung sein kann. "Alle anderen Positionen sind ausreichend gut besetzt. Da sind wir sehr variabel aufgestellt", zeigte sich Trainer Daniel Thioune in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zufrieden mit seinem Kader. Sorgen bereitet einzig die Defensive, wo in Alexander Dercho und Felix Schiller gleich zwei Spieler länger fehlen werden. Prognose: Der VfL ist ein ganz heißer Aufstiegskandidat

Hansa Rostock: Neuer Trainer, neues Glück?

Während die Vorbereitung in Osnabrück weitestgehend ruhig verlief, sorgte Hansa Rostock mit der Trennung von Trainer Pavel Dotchev und Sportvorstand Markus Thiele für einen Paukenschlag. Neuer Sportchef wurde Martin Pieckenhagen, als Trainer soll Jens Härtel die Kogge wieder auf Kurs bringen. In Rückkehrer Maximilian Ahlschwede vermeldete Hansa bislang wie der VfL lediglich einen Winterneuzugang. Dafür will Phil Ofosu-Ayeh nach langer Verletzungspause durchstarten: "Ich habe jede Einheit der Vorbereitung mitgemacht und bin zu 100 Prozent da", erklärte der Abwehrspieler, der bislang lediglich fünf Saisoneinsätze verbuchte. Einen Neuanfang könnte es auch für den unter Dotchev nicht mehr berücksichtigten Amaury Bischoff geben, den Neu-Coach Härtel in die Defensivzentrale beorderte. Prognose: Hansa greift nicht mehr ins Aufstiegsrennen ein

SV Meppen: In der Ruhe liegt die Kraft

Die Emsländer kletterten durch einen 2:0-Erfolg gegen Lotte auf den letzten Drücker noch über den Strich und überwinterten auf einem Nichtabstiegsplatz. Der Vorsprung auf Rang 17 beträgt lediglich einen Zähler. Kurz vor dem Start der Restrunde schlugen die Meppener noch einmal auf dem Transfermarkt zu und verpflichteten Stürmer Rene Guder vom SV Wehen Wiesbaden. "Mit ihm gewinnen wir offensiv noch mehr an Qualität", erklärte Trainer Christian Neidhart. Der Coach zeigte sich zufrieden mit dem Trainingslager in der Türkei, wo sich die Meppener gegen starke internationale Teams behaupten konnten. Neidharts Fazit vor dem Derby in Osnabrück: "Wir sind gut vorbereitet." Prognose: Meppen schafft den Klassenerhalt

Eintracht Braunschweig: Radikalkur im Kader

Angesichts der Mammutaufgabe, acht Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz aufzuholen, krempelten die Niedersachsen ihren Kader noch einmal gewaltig um. Sieben Spieler gingen, acht neue kamen. Dabei legten die Braunschweiger Wert auf Erfahrung und Stallgeruch. "Man merkt, dass wir nun einige neue Spieler haben, die unbelastet von dem sind, was in der Hinrunde passierte. Das erzeugt eine andere Stimmung", begründete Trainer André Schubert in der "Braunschweiger Zeitung" die Transfer-Offensive des BTSV. Der Coach hat nun eine extreme Leistungsdichte: Von den 21 Feldspielern sind mindestens 16 potenzielle Startelf-Kandidaten. In den jüngsten Testspielen kristallisierte sich weder eine Stammformation noch ein Standardsystem heraus. Schubert will sein Team flexibel agieren lassen. Prognose: Der Klassenerhalt wäre ein Wunder, kann aber gelingen

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 26.01.2019 | 14:00 Uhr

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