Stand: 23.09.2017 14:58 Uhr

Dreimal Rot: Schwarzer Tag für Braunschweig

von Uli Petersen, NDR.de
Salim Khelifi (l.) sah nach gefährlichem Spiel die Rote Karte.

Nun hat es auch den Fußball-Zweitligisten Eintracht Braunschweig erwischt: Nach sieben Partien ohne Niederlage verloren die Niedersachsen am achten Spieltag beim SSV Jahn Regensburg mit 1:2 (1:0). Ausschlaggebend für den negativen Spielverlauf waren am Sonnabend zwei von insgesamt gleich drei Platzverweisen für die Niedersachsen: Schiedsrichter Tobias Reichel zeigte Salim Khelifi bereits nach knapp 30 Minuten zu Recht die Rote Karte, nachdem der Mittelfeldspieler Regensburgs Marc Lais mit dem Fuß im Gesicht getroffen hatte. In der 64. Minute flog Maximilian Sauer vom Platz - diese Entscheidung des Referees war aber zu hart. Als die Eintracht bereits in Rückstand lag, sah kurz vor Schluss auch noch der bereits verwarnte Mirko Boland Gelb-Rot (90.). Letztmals waren im Mai 2006 drei Spieler einer Mannschaft in einer Zweitligapartie vom Platz gestellt worden.

Khelifi sieht Rot, Baffo trifft in Unterzahl

8.Spieltag, 23.09.2017 13:00 Uhr

  • J. Regensburg
  • 2:1


  • Braunschweig

Tore: 0:1 Baffo (42.) 1:1 Grüttner (47.) 2:1 Nietfeld (77.)
J. Regensburg: A. Weis - Saller (46. Stolze), Sorensen, Knoll, Nandzik (76. Hofrath) - Geipl, Lais - George, Adamyan (87. Nachreiner) - Grüttner, Nietfeld
Braunschweig: Fejzic - R. Becker, Baffo, Valsvik, K. Reichel - Moll, Boland - Khelifi, Hochscheidt (80. Abdullahi) - Kumbela (56. Sauer), Nyman (33. Hernández)
Zuschauer: 8432

Weitere Daten zum Spiel

Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht, der trotz des 3:0-Erfolgs gegen Greuther Fürth nicht ganz zufrieden gewesen war mit der Eintracht-Leistung, wechselte dreimal Personal: Quirin Moll, Jan Hochscheidt und Domi Kumbela kamen neu in die Startelf. Doch dieses Trio und der Rest des Teams verschliefen den Start: In der Defensive agierte Braunschweig regelrecht fahrlässig, war viel zu weit weg von den Gegenspielern. Die Folge: drei gute Möglichkeiten der Regensburger in den ersten zehn Minuten. Erst nach knapp 20 Minuten kamen auch die Gäste mal vors gegnerische Tor: Hochscheidt (18.) und Kumbela (20.) vergaben ihre Kopfball-Chancen. Seltsamerweise lief es für die Niedersachsen erst nach dem Platzverweis für Khelifi besser: Aus der Konterhaltung heraus wurden einige gefährliche Angriffe gespielt. Und drei Minuten vor der Pause fiel tatsächlich der Eintracht-Führungstreffer: Nach einem Freistoß köpfte Joseph Baffo den Abpraller aus kurzer Distanz ins Netz - bereits das dritte Saisontor für den Innenverteidiger.

Regensburger Druck wird zu groß

Der Plan der "Löwen", die Führung in Unterzahl zu verteidigen, hatte nach dem Seitenwechsel nicht lange Bestand: Regensburgs Kapitän Marco Grüttner glich in der 47. Minute per Kopf aus - die Flanke von rechts hatte Braunschweigs Torhüter Jasmin Fejzic passieren lassen. Dass der nun ständig angreifende SSV Jahn danach nicht in Führung ging, war äußerst glücklich für die Niedersachsen. Der eingewechselte Sebastian Stolze traf zunächst den linken Pfosten (49.), zielte dann freistehend über das Tor (53.). Sargis Adamyans Kopfball flog nur fünf Minuten später an die Latte. Danach stand ein weiteres Mal Schiedsrichter Reichel im Blickpunkt: Er schickte den eingewechselten Braunschweiger Sauer mit Rot vom Platz, obwohl der seinem Gegenspieler Alexander Nandzik zwar absichtlich, aber nur leicht das Knie in den Rücken gedrückt hatte. Dem Druck der Gastgeber konnten die nur noch mit acht Feldspielern verteidigenden Braunschweiger schließlich nicht mehr standhalten: Jonas Nietfeld erzielte in der 77. Minute das 2:1 für Regensburg. Die Niedersachsen stemmten sich gegen die drohende Niederlage, wurden aber nach vorne nicht mehr gefährlich. Der negative Schlusspunkt war die Ampelkarte für Boland.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 23.09.2017 | 15:00 Uhr

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