Stand: 11.11.2018 12:18 Uhr

Der Werder-Weg ist steiniger als gedacht

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Es läuft zurzeit nicht rund bei Max Kruse und Co.

An der Weser ist Ernüchterung eingekehrt: Nach seinem beachtlichen Saisonstart ist Fußball-Bundesligist Werder Bremen in seine erste Krise der laufenden Saison gerutscht. Drei Niederlagen in Folge - zuletzt 1:3 gegen Borussia Mönchengladbach - mit insgesamt elf Gegentreffern haben gezeigt, was Routinier Nuri Sahin so beschreibt: "Wir sind einfach noch kein Spitzenteam, sondern noch in der Entwicklung." Der Weg Richtung Europacup-Qualifikation, die Werder als Saisonziel ausgegeben hat, ist doch steiniger, als mancher nach dem tollen Auftakt (Rang drei nach acht Partien) erwartet hatte.

Defensive Stabilität fehlt, Offensive stottert

Werder-Trainer Florian Kohfeldt ist erstmals in seiner gut einjährigen Amtszeit als Krisenmanager gefordert. "Wichtig ist, dass wir trotzdem bei uns bleiben. Wir stehen immer noch ordentlich da", sagte der Coach mit Blick auf Tabellenrang sieben. Gleichzeitig gab er jedoch zu: "Die Länderspielpause tut uns jetzt gut." Mehrere Problemfelder muss Kohfeldt in den kommenden zwei Wochen bearbeiten. Die Bremer haben vor allem ihre defensive Stabilität verloren und lassen sich viel zu leicht auskontern. Zudem stottert die hochkarätig besetzte Offensive. "Wir machen zu wenige Tore und fangen uns zu einfache Gegentreffer. Individuelle Fehler entscheiden die Spiele, es ist für mich kein dramatischer Leistungsabfall als Team zu erkennen", fasste Kohfeldt die Lage zusammen.

Kohfeldt: "Dürfen jetzt nicht durchdrehen"

Doch nicht zu übersehen ist, dass Werders bester Spieler, Max Kruse, sich zurzeit in einem Leistungstief befindet. An guten Tagen ist der 30 Jahre alte Taktgeber, Torschütze und somit das Herz der Bremer Offensive. Zuletzt konnte er sein Potenzial aber nicht abrufen. Kein Grund für Kohfeldt, Kritik an seinem Starspieler zu üben: "Ich werde die Niederlage nicht an ihm festmachen", betonte der Coach, der gleichzeitig Diskussionen über angebliche Fitness-Defizite Kruses im Keim erstickte: "Ich werde zu 1.000 Prozent zu Max stehen, das werden wir gemeinsam wieder hinkriegen."

Von Aktionismus hält Kohfeldt nichts. "Wir dürfen nicht durchdrehen und werden bei uns bleiben. Straftraining oder Ähnliches wäre absoluter Humbug." In aller Ruhe will der junge Trainer daran arbeiten, dass Werder wieder zurück in die Erfolgsspur findet.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 11.11.2018 | 22:50 Uhr

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