Stand: 19.12.2017 23:18 Uhr

Wolfsburg müht sich ins Pokal-Viertelfinale

von Matthias Heidrich, NDR.de

Der VfL Wolfsburg steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Dafür musste sich der Fußball-Bundesligist aus Niedersachsen aber mächtig strecken. Die schwachen "Wölfe" rangen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg erst in der Verlängerung nieder und gewannen ihr Achtelfinale durch späte Tore von Felix Uduokhai und Daniel Didavi mit 2:0. Auf wenn der Bundesliga-Zwölfte in der Runde der letzten Acht (6. und 7. Februar 2018) trifft, wird am 7. Januar (18 Uhr) in der ARD-Sportschau ausgelost.

Sechs Umstellungen bei den "Wölfen"

VfL-Trainer Martin Schmidt tauschte im Vergleich zur Niederlage beim Bundesligaschlusslicht 1. FC Köln am vergangenen Sonnabend kräftig durch, nahm teils verletzungsbedingt stolze sechs Wechsel vor. Das machte sich zumindest in der Anfangsphase bemerkbar. Nürnberg legte los wie die Feuerwehr und Wolfsburg schwamm kräftig. Beim VfL ging offensiv einmal mehr wenig bis gar nichts. Flügelstürmer Paul-Georges Ntep, zuletzt kaum eingesetzt, agierte fahrig. Und auch Aushilfs-Angreifer Landry Dimata nutzte seine Chance von Beginn an nicht. Der Belgier und Mario Gomez, ebenfalls blass, standen sich die meiste Zeit auf den Füßen herum, waren kaum anspielbar.

"Club" kreativer

Die Nürnberger waren einem Tor näher. Eduard Löwen (30.) mit einem Distanzschuss sowie Kevin Möhwald (31.) nach tollen Pass von Hanno Behrens verpassten das 1:0 für den kreativeren "Club". In der 41. Minute hatte VfL-Spielmacher Yunus Malli dann mal eine Eingebung und schickte Dimata in die Tiefe. Doch der scheiterte am guten FCN-Keeper Fabian Bredlow. Es war der erste Torschuss für die "Wölfe".

Grün hält Wolfsburg im Spiel

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Wolfsburger keine zündenden Ideen. Anders die Nürnberger. Die Gastgeber witterten ihre Chance aufs Viertelfinale und spielten mutig nach vorne. In der 56. Minute hatten die "Wölfe" Glück. Max Grün parierte einen Schuss von Tim Leibold. Doch der Ball prallte gegen Behrens und von da aus Richtung VfL-Tor. Marcel Tisserand klärte im letzten Moment auf der Linie. Grün war anschließend auch bei der Doppelchance von Edgar Salli und Mikael Ishak (60.) auf dem Posten. Bezeichnend, dass die beste Tormöglichkeit der Niedersachsen aus einem dicken Patzer der "Club"-Abwehr heraus resultierte. Leibold legte Gomez den Ball im eigenen Strafraum mit der Brust ungewollt vor, der VfL-Angreifer drehte sich schnell und jagte das Spielgerät an den Pfosten (68.).

Origi trifft nur den Pfosten

Daniel Didavi kurz zuvor (65.) und Divock Origi in der 75. Minute für Gomez: Schmidt versuchte, seinem Team durch Einwechslungen Offensiv-Impulse zu geben. Und Origi hatte es auf dem Fuß: Nach einem sensationellen Malli-Pass hatte die Leihgabe des FC Liverpool freie Bahn, machte noch einen Schlenker, strauchelte und traf dann nur den Pfosten (79.). Immerhin: Jetzt war bei den Wolfsburgern der Wille zu erkennen, ein Tor zu schießen. Allein, es gelang ihnen nicht. Zumindest nicht in der regulären Spielzeit.

Uduokhai bricht den Bann

In der Verlängerung war die Schmidt-Elf gegen sichtlich platte Nürnberger allerdings zur Stelle. Irgendwie passend, dass Innenverteidiger Uduokhai in der 96. Minute mit nach vorne eilte und eine Kopfballvorlage von Josuha Guilavogui im zweiten Versuch zum 1:0 über die Torlinie stocherte. Nicht hübsch, aber effektiv. Kurz vor Schluss erhöhte Didavi nach einem Patzer von Timo Werner auf 2:0 (117.) und machte alles klar. Das sollte für den VfL reichen, der sich mit einem schwachen Spiel, aber zumindest einem Erfolgserlebnis in die kurze Winterpause verabschiedete.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 20.12.2017 | 07:25 Uhr

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