Stand: 30.10.2019 09:24 Uhr

Holstein Kiel als das große Los im DFB-Pokal

U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz mit der Loskugel Holstein Kiel.

Im DFB-Pokal hoffen die Amateurclubs regelmäßig auf das ganz große Los: Borussia Dortmund, die Bayern oder im Norden auch schon mal Werder Bremen oder der HSV. Anders dürfte es vor der Auslosung der zweiten Runde in diesem Jahr auch beim SC Verl nicht gewesen sein. Es wurde "nur" Zweitligist Holstein Kiel - doch die "Störche" ziehen: KSV-Pressesprecherin Maren Schneider sagte am Donnerstag: "Das Spiel ist mit 5.153 Zuschauern ausverkauft." Beim Duell der Verler gegen Kiel heute (18.30 Uhr/im NDR Livecenter) werde die Sportclub Arena damit zum ersten Mal in ihrer Geschichte ausverkauft sein.

Nur zwei Amateurclubs in Runde zwei

In der ersten Runde hatte der Regionalligist - aus dem Amateurlager schafften es nur Verl und der 1. FC Saarbrücken in die zweite Runde - mit dem FC Augsburg zwar einen Bundesligisten zugelost bekommen, bei 4.198 Zuschauern blieben allerdings einige Plätze leer. Mit ihrem 2:1-Erfolg machten die Ostwestfalen ihre Heimspielstätte trotzdem zum Tollhaus.

Die Kieler bringen nun allerdings selbst reichlich Unterstützung mit: Rund 1.200 KSV-Fans haben sich angekündigt. "Wir freuen uns, dass uns auf einem Mittwochabend so ein außergewöhnlicher Support erwartet. Das ist nicht selbstverständlich", meinte Kiels neuer Cheftrainer Ole Werner.

Damit die Norddeutschen nicht am Ölbach Schiffbruch erleiden, hat Werner vorgesorgt. Er bereitete sein Team nicht bloß wie auf ein Ligaspiel vor: "Sogar noch genauer, weil man die anderen Zweitligisten besser kennt als den kommenden Gegner." Zumal er weiß, dass es "das Salz in der Suppe ist, einen höherklassigen Gegner aus dem Pokal werfen zu können".

Werner: "Verl ist richtig gut"

In der englischen Woche spielt auch bei den Schleswig-Holsteinern Rotation eine Rolle, unterschätzen solle aber niemand den kommenden Gegner. "Wir verändern es nicht so, dass wir uns für das Spiel am Wochenende schonen, sondern dahingehend, dass wir in Verl gewinnen", sagte Werner und schob noch eine Warnung hinterher: "Verl ist Tabellenführer der Regionalliga West, die eine der stärksten Regionalligen ist. Wenn du da Erster bist, bist du richtig gut."

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 30.10.2019 | 23:03 Uhr