VIDEO: VfL-Torhüterin Schult: "Fühle einfach nur Dankbarkeit und Freude" (3 Min)

Emotionaler Pokalsieg! Schult sieht Rot, weint und darf doch jubeln

Stand: 30.05.2021 21:07 Uhr

Almuth Schult hat im DFB-Pokal-Endspiel die erste Rote Karte ihrer Karriere gesehen, durfte am Ende aber doch die Trophäe in den Himmel stemmen. Für die Torhüterin des VfL Wolfsburg war es ein besonders emotionales Finale.

In den letzten Sekunden des Duells mit zähen Frankfurterinnen konnte Schult kaum mehr hinsehen und verbarg die feuchten Augen in ihren Händen. Seit der 96. Minute saß die 30-Jährige auf der Tribüne im Kölner Stadion und vergoss die eine oder andere Träne. Rot im Pokalfinale nach einer ungestümen Aktion gegen Lara Prasnikar - Schult war nach dem ersten Platzverweis ihrer Laufbahn verzweifelt. "Es ist emotional, wenn man der Mannschaft so schadet."

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Wolfsburgs Spielerinnen bejubeln den Sieg im DFB-Pokal. © IMAGO / Mika Volkmann

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Doch eben diese Mannschaft sorgte dafür, dass aus Schults Tränen der Trauer Freudentränen wurden. Als der Schlusspfiff ertönte, stieß die ehemalige Nationaltorhüterin einen lauten Jubelschrei aus, rannte eilig aufs Spielfeld und umarmte weinend alle Kolleginnen, die dank Ewa Pajors spätem Treffer doch noch den siebten Pokalsieg in Folge für die VfL-Frauen geholt hatten.

"Wir sind Pokalsieger, das ist wundervoll. Meine Gefühle sind jetzt einfach nur Dankbarkeit und Freude über diese Mannschaftsleistung." Almuth Schult

"Genau dafür macht man Mannschaftssport. Wenn man sein Tief hat, wird man da rausgeholt", sagte Schult im ARD-Interview und gab zu, dass der Pokalsieg auch ein bisschen Genugtuung sei: "Alle haben vorher über Wachablösung gesprochen und jetzt sind wir wieder da und haben den Titel gewonnen."

VIDEO: Siebter Pokalsieg in Serie: Jubel bei den Frauen des VfL Wolfsburg (4 Min)

Auf Frankfurt hoffen und Werder schlagen

Würden die Wolfsburgerinnen am nächsten Sonntag auch noch die Meisterschaft gewinnen, wäre die Genugtuung noch größer. Dafür müsste Liga-Spitzenreiter Bayern München gegen Frankfurt verlieren und "wir müssen dann unsere Hausaufgaben gegen Werder machen, dann wäre der Titel noch drin", so Schult.

"Auch wenn Frankfurt gegen München nicht der Favorit ist, können sie das Spiel gewinnen und darauf hoffen wir." Die VfL-Keeperin wollte aber nicht zu euphorisch sein. "Wenn man die ganze Saison sieht, ist es unwahrscheinlich, dass München patzt."

Am Sonntag in Köln ging es allerdings erstmal nur um den Pokaltriumph. "Der achte Pokalsieg und der siebte hintereinander. Wow, das ist historisch für den VfL Wolfsburg", jubelte Schult, die noch keinen genauen Plan für den Abend hatte. "Ich bin da spontan. Ich glaube, ich muss erstmal in die Mannschaftskasse einzahlen, weil eine Rote Karte Geld kostet", sagte sie und musste herzhaft lachen.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 30.05.2021 | 22:30 Uhr

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