Fans des VfL Wolfsburg © imago images/regios24

So reagieren die niedersächsischen Clubs auf die Corona-Verordnung

Stand: 24.11.2021 21:36 Uhr

Die neue Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen schränkt ab sofort auch die Zuschauer-Zahlen beim Sport wieder ein. Stadion und Hallen dürfen auch unter 2G nur zu 50 Prozent ausgelastet werden, maximal 25.000 Zuschauer sind zugelassen.

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg, Zweitligist Hannover 96 sowie die Drittligisten Eintracht Braunschweig, VfL Osnabrück und SV Meppen reagierten darauf. Besonders betroffen sind die Wolfsburger, die nach eigenen Angaben für das Bundesliga-Spitzenspiel am Sonnabend gegen Borussia Dortmund (15.30 Uhr, NDR Livecenter) bereits mehr als die zugelassenen 15.000 Tickets verkauft hatten. Daher wurden alle im Vorverkauf abgesetzten Eintrittskarten wieder storniert.

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Platzbelegung wieder im "Schachbrettmuster"

Die neue Belegung der Plätze werde nach dem in der Corona-Pandemie bereits praktizierten "Schachbrettmuster" erfolgen, teilte der VfL mit. Bis zum Erreichen der Sitzplätze muss zudem wieder eine medizinische Maske getragen werden. Über das Prozedere bei der Rückabwicklung will Wolfsburg die betroffenen Fans nach Absprache mit dem Gesundheitsamt informieren.

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Maskenpflicht in der Arena von Hannover 96

Bei Hannover 96 betrifft die neue Verordnung mit maximal 50 Prozent Stadion-Auslastung unter 2G-Bedigungen zunächst einmal die beiden Heimpartien am 5. Dezember gegen den HSV und am 19. Dezember gegen Werder Bremen. Wie der Club am Mittwoch mitteilte, werde in der Arena dann Maskenpflicht auch am Platz herrschen. Zudem dürfen nur noch Sitzplätze belegt werden. Die bereits verkauften Stehplätze für die Partie gegen die Hamburger wandelt 96 deshalb in Sitzplätze um, sie behalten damit ihre Gültigkeit. Die abgesetzten Stehplatzkarten für das Spiel gegen Bremen werden hingegen storniert und der Ticketpreis erstattet. Die Käufer werden vom Club informiert und erhalten die Möglichkeit, zum gleichen Preis einen Sitzplatz zu buchen.

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Maximal 7.989 Zuschauer in Osnabrück

Drittligist VfL Osnabrück kann am Sonntag gegen den SC Freiburg II (13 Uhr, im NDR Livecenter) nun nur noch maximal 7.989 Zuschauer in seinem Stadion begrüßen. Ausgenommen von der 2G-Regel bleiben Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Wie der Club mitteilte, gelte ab sofort wieder eine FFP2-Maskenpflicht im gesamten Stadion. Aufgrund des neuen Hygienesitzplans wurden alle bereits erworbenen Sitzplatzkarten storniert, der Kaupfpreis wird erstattet. Ab Donnerstag (13 Uhr) könnten die Tickets neu gebucht werden, teilte der VfL mit. Stehplatzkarten seien von der automatischen Stornierung hingegen nicht betroffen.

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"Wir hoffen auf das Verständnis aller Fans, dass wir kurzfristig auf die neue Coronaschutzverordnung reagieren müssen, was direkte Auswirkungen auf den Ticketverkauf und den Stadionbesuch hat", sagte Osnabrücks Geschäftsführer Dr. Michael Welling. "Wir sind uns sicher, dass wir trotz der Kurzfristigkeit einen reibungslosen und stimmungsvollen Brückentag organisieren und erleben werden."

Braunschweig stoppt Vorverkauf - In Magdeburg gilt 2G

Für Drittligist Eintracht Braunschweig stehen in Magdeburg und in Würzburg zunächst zwei Auswärtsspiele an. Beim 1. FC Magdeburg, der bisher die 3G-Regel umgesetzt hatte, ordnete das Gesundheitsamt ab Sonnabend 2G an. Demnach dürfen bereits gegen Braunschweig nur noch Zuschauer ins Stadion, die vollständig geimpft oder genesen sind. Jugendliche und Kinder unter 18 Jahren sind von der Regelung ausgenommen. Wie der Verein mitteilte, ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung auf den Verkehrswegen verpflichtend.

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Die "Löwen" stoppten ihrerseits den Kartenvorverkauf für das Heimspiel gegen den SV Meppen am 4. Dezember. Man sei in enger Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden, um die notwendigen Anpassungen im Hygienekonzept vorzunehmen, hieß es auf der Website des Clubs.

SVM-Geschäftsführer: "Wieder eine große Herausforderung"

Der SV Meppen plant bei den beiden kommenden Heimspielen gegen Viktoria Berlin (12. Dezember) und gegen den Halleschen FC (18. Dezember) mit einer Zuschauerkapazität von 50 Prozent, was rund 6.600 Besuchern entspricht. Die 2G-Regel gilt weiterhin, aber auch am Platz muss nun wieder eine Maske getragen werden.

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"Die neue Infektionslage stellt uns wieder vor eine große Herausforderung", sagte SVM-Geschäftsführer Ronald Maul. Die aktuelle Situation ließe aber nichts anderes zu. "Anhand der bisher gebuchten Dauerkarten müssen wir nun schauen, welche Ticketkapazitäten wir anbieten können." Der Club will ab Mitte kommender Woche über die Vorverkaufsmodalitäten zunächst für das Heimspiel am 12. Dezember informieren.

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