Stand: 15.06.2018 16:35 Uhr

Bundesliga-erfahrener Fürstner wird ein "Löwe"

Stephan Fürstner von Union Berlin ist der erste namhafte Neuzugang der Eintracht.

Es war auch allerhöchste Zeit, die Personal-Planungen bei Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig haben Fahrt aufgenommen. Am Freitagmittag meldeten die "Löwen" die Verpflichtung Stephan Fürstners, der ablösefrei von Zweitligist Union Berlin nach Braunschweig kommt und dort einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 plus Option auf ein weiteres Jahr unterschrieben hat. Gerade noch rechtzeitig zum Trainingsauftakt.

Pedersen: "Fürstner macht die Mitspieler besser"

Wie wichtig die Verpflichtung des 30 Jahre alten, Bundesliga-erfahrenen Mittelfeldmannes ist, zeigt, dass Fürstner zuvor auf einer eigenen Pressekonferenz vorgestellt wurde. In dieser erhielt er vom neuen Eintracht-Coach Henrik Pedersen Komplimente. "Stephan war mein absoluter Wunschspieler, das habe ich von Anfang an gesagt. Auch wenn es mal ungemütlich auf dem Platz ist, ist er immer ein sicherer Spieler", sagte der Däne, der Fürstner eine besondere Gabe attestierte: "Stephan kann etwas, das nicht viele Spieler können: Er macht seine Mitspieler besser. Er war schon in Berlin unser verlängerter Arm auf dem Platz."

Zusätzlich zu Fürstner gab der BTSV am Freitagnachmittag auch noch die Verpflichtungen der Mittelfeldspieler Ivan Franjic (Germania Halberstadt) und Mergim Fejzullahu (Alemannia Aachen) bekannt.

Nachwuchsspieler füllen den Kader auf

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Nachdem sich 17 zum Teil langjährige Eintracht-Profis nach dem Abstieg verabschiedet hatten, wurde es langsam unruhig in der Löwenstadt. Vor Fürstner waren schon sieben Spieler verpflichtet worden - allerdings lediglich hierzulande eher unbekannte Namen (der Däne Malte Amundsen) oder Nachwuchsspieler, die ihre ersten Profiverträge erhalten haben: Nick und Yari Otto kommen von den A-Junioren des VfL Wolfsburg, die Torhüter Roman Birjukow und Yannik Bangsow sowie Abwehrspieler Besfort Kolgeci und Mittelfeldmann Leon Bürger stammen aus der Eintracht-Jugend. Außerdem gehören Eric Veiga, Ayodele Adetula (beide U23), Samuel Abifade und Jan-Lukas Funke (beide U19) bis auf Weiteres zum Trainingsteam.

"Die Nachwuchsspieler füllen den Kader auf, damit wir ein normales Mannschaftstraining bestreiten können. Zusätzlich haben sie die Möglichkeit, sich dem Trainer zu präsentieren", erklärte Braunschweigs Sportlicher Leiter Marc Arnold. Vom Zweitligakader der vergangenen Saison sind noch Marcel Engelhardt, Niko Kijewski, Philipp Hofmann, Steffen Nkansah, Robin Becker, Onur Bulut und Gustav Valsvik dabei.

Abdullahi nicht spielberechtigt

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Suleiman Abdullahi wird Eintracht Braunschweig wohl verlassen.

Beim Trainingsauftakt fehlen werden Christoffer Nyman, der nach seiner Verletzung vor der Sommerpause seine Reha in Schweden absolviert und Ahmet Canbaz, der seinen Bänderriss auskuriert. Auch Neuzugang Amundsen (kommt erst Montag) und Suleiman Abdullahi mischen heute nicht mit. Abdullahis Vertrag bei den Niedersachsen gilt zwar noch bis 2020, der 21 Jahre alte Nigerianer ist aber in der Dritten Liga nicht spielberechtigt. Als Nicht-EU-Ausländer müsste er persönlich eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis beantragen - in der Ersten und Zweiten Liga gelten für Profi-Fußballer Ausnahmeregelungen. Doch Abdullahi will gar nicht in Braunschweig bleiben. Arnold ist gesprächsbereit: "Er gehört zu den Kandidaten, bei denen wir einen Verkauf anstreben, um Transfererlöse zu erzielen."

Tingager bleibt

Ursprünglich gehen wollte auch Frederik Tingager - trotz seines gültigen Vertrages für die Dritte Liga. Nun vollzog der Däne eine Kehrtwende: "Ich bleibe bei der Eintracht, auch wenn ich nach dem letzten Saisonspiel etwas anderes gesagt habe. Aber ich war in meinem Leben und während meiner Karriere noch nie so enttäuscht. Die Eintracht hat mir die Chance gegeben, mir meine Träume erfüllen zu können. Und ich schulde dem Verein, dass ich zu ihm stehe und Verantwortung für die vergangene Saison übernehme. Ich war Teil des Abstiegs und möchte auch Teil des Neuanfangs sein", erklärte der 25 Jahre alte Abwehrspieler.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 15.06.2018 | 12:25 Uhr

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