Stand: 23.02.2019 10:32 Uhr

VfL Wolfsburg macht Labbadia "große Freude"

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Trainer Bruno Labbadia hat den VfL Wolfsburg in die Erfolgsspur geführt.

Der Anfang war schwer. "Wir steigen ab und kommen nie wieder - aber wir haben Bruno Labbadia" schallte es dem Trainer des VfL Wolfsburg in der vergangenen Bundesliga-Saison bei der 1:2-Heimniederlage gegen Leverkusen aus der Fankurve entgegen. Da war Labbadia erst zehn Tage im Amt und hatte zuvor bei seinem Debüt als VfL-Coach ein 1:1 in Mainz geholt. Heute - genau ein Jahr später - darf der 53-Jährige eine positive Bilanz seiner Tätigkeit ziehen: Allen Unkenrufen zum Trotz stiegen die "Wölfe" nicht ab, kommen möglicherweise aber tatsächlich wieder: ins internationale Geschäft! Als Tabellensechster reisen die Niedersachsen heute (15.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) nach Mönchengladbach - Labbadia, der im NDR Interview von einer "richtig coolen Herausforderung" spricht, trifft dabei in Dieter Hecking auf jenen Coach, der den VfL einst zum Pokalsieg und in die Champions League geführt hatte.

Arnold über den Wandel beim VfL: "Das ist schon geil"

Das 2:0 im Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse gegen Real Madrid liegt gerade mal drei Jahre zurück und es fühlt sich dennoch so an, als sei es eine Ewigkeit her. Aus der damaligen VfL-Startelf zählen nur noch zwei Profis zum aktuellen Kader: Josuha Guilavogui und Maximilian Arnold. Nach zwei Katastrophenspielzeiten mit jeweils einer Last-Minute-Rettung über die Relegation freut sich Arnold umso mehr über den Wolfsburger Wandel: "Das ist schon geil. Es ist ein ganz anderes Gefühl, Fußball zu spielen als in den vergangenen zwei Jahren", erklärte der 24-Jährige nach dem jüngsten 3:0-Heimsieg gegen Mainz. Abstiegskampf sei kein Fußball, "da geht es nur ums Kämpfen und ums Bestehen. Das ist das Schlimmste, was es gibt."

Mögliche Aufstellung VfL Wolfsburg

Labbadia sieht "kleinen Meilenstein"

VfL-Coach Labbadia sieht das ähnlich: "Abstiegskampf hat mit Lebensqualität nichts zu tun", sagte der 53-Jährige dem "sportbuzzer". Er könne das Leben nicht genießen, "wenn ich keinen Erfolg habe. Dann gehe ich auch nicht aus, gehe nicht essen - das macht mir einfach keine Freude." Umso mehr genießt er die aktuelle Phase, wie er dem NDR verriet: "Ich lebe gerne im Jetzt, weil es mir mit der Mannschaft Freude macht. Weil wir Dinge umsetzen und vor allem gut Fußball spielen." Labbadia hat es geschafft, dem VfL-Team ein gewisses Maß an Stabilität zu vermitteln, weshalb der Trainer nach dem bereits zehnten Saisonsieg zufrieden von einem "kleinen Meilenstein" sprach.

Vertragsgespräche im April: "Mir reicht das"

Ob Labbadia allerdings in der kommenden Saison auch die Früchte seiner erfolgreichen Arbeit ernten darf, ist nach wie vor unklar. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, Club und Coach lassen sich mit den Verhandlungen noch Zeit. Für Labbadia kein Problem: "Mir reicht es, wenn wir uns im April zusammensetzen." Die Gegner bis dahin heißen unter anderem Werder Bremen, Bayern München und Borussia Dortmund. Nach diesen Spielen dürfte sich herauskristallisiert haben, wohin die VfL-Reise geht. Führt Labbadia Wolfsburg tatsächlich zurück auf die internationale Bühne, dürfte es schwer zu vermitteln sein, mit dem erfolgreichen Trainer nicht zu verlängern.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 23.02.2019 | 15:00 Uhr

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