Stand: 15.05.2018 16:23 Uhr

Wolfsburg hat Respekt vor Kiel

Strahlende Sieger sehen anders aus. Nach dem 4:1 gegen Köln wissen die Wolfsburger, dass sie gegen Kiel gefordert sind.

Im vergangenen Jahr retteten sich die Fußballer des VfL Wolfsburg mit zwei 1:0-Erfolgen gegen Eintracht Braunschweig in der Relegation vor dem Bundesliga-Abstieg. Zwei Siege hintereinander - das ist den "Wölfen" in dieser Saison kein einziges Mal gelungen. Es ist also kein Wunder, dass die Niedersachsen erneut nachsitzen müssen und wieder zwei Relegationsduelle vor der Brust haben. Am Donnerstag (20.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) empfängt der VfL im heimischen Stadion den Zweitliga-Dritten Holstein Kiel, vier Tage später am Pfingstmontag geht es zum Rückspiel nach Kiel.

Labbadia: Zwei weitere Endspiele"

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Wer setzt sich in der Relegation durch?

VfL-Coach Bruno Labbadia kennt die Drucksituation dieser Entscheidungsspiele um den Klassenerhalt - den HSV rettete er 2015 auf dramatische Weise gegen den Karlsruher SC. "Natürlich sind wir in einer besonderen Situation. Ruhig und fokussiert zu bleiben, ist das Beste, was wir tun können. Gegen Köln konnten wir mit dem Druck umgehen. Das war ein Endspiel, jetzt folgen zwei weitere", sagte der 52-Jährige am Dienstag auf der Pressekonferenz. Vor den "Störchen" hat er Respekt: "Bei Holstein Kiel merkt man, dass sie schon lange zusammen spielen und die Automatismen greifen. Hier müssen wir auch gegen den Ball bestmöglich zusammenarbeiten."

Guilavogui: "Dürfen nicht arrogant sein"

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Auch die Spieler nehmen den Gegner keinesfalls auf die leichte Schulter - jedenfalls die meisten: Während Divock Origi am Sonntag lieber FC Liverpool - Brighton & Hove Albion (4:0) schaute und im ZDF-Interview zugab, Holstein Kiel nicht zu kennen, bereitete sich Mitspieler Williams gewissenhafter vor. Er verfolgte zur gleichen Zeit Kiels 6:2 gegen Braunschweig und befand anschließend: "Das ist eine sehr gute Mannschaft, die sehr konzentriert arbeitet."

Auch Josuha Guilavogui war zunächst ins Fettnäpfen getreten, als er vor laufender Kamera eingestand, mit den Namen der Kieler Topspieler nichts anfangen zu können. Der Franzose war aber schon im vergangenen Jahr in der Relegation dabei und weiß daher, "dass es da keinen Favoriten gibt". Jede Mannschaft kämpfe um die eigene Zukunft. Daher die klare Warnung Guilavoguis: "Wir dürfen nicht arrogant sein."

Didavi weiter Wackelkandidat

Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia © dpa - Bildfunk Fotograf: Julian Stratenschulte

Labbadia: "Wir sind der Favorit"

NDR Info

Vor dem Relegationshinspiel gegen Holstein Kiel hat Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia viele lobende Worte für den Gegner. Favorit, so der VfL-Coach, sei jedoch Wolfsburg.

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Personell gibt es ein paar Lichtblicke für Labbadia. Paul Verhaegh trainierte nach seiner Kopfverletzung aus dem Köln-Spiel mit einem Spezialhelm: "Ich wäre froh, wenn er am Donnerstag spielen könnte. Das können wir jetzt noch nicht abschließend beurteilen. Hier tut uns jeder Tag gut, wir zögern die Entscheidung noch bis Mittwoch hinaus." Auch Ignacio Camacho ist wieder im Mannschaftstraining: "Jetzt warten wir ab, wie er das verkraftet. Ich hoffe, er kann im Kader sein", erklärte der VfL-Coach. Daniel Didavi (Achillessehnenprobleme) stehe hingegen "weiter auf der Kippe", so Labbadia. Wolfsburgs bester Torschütze (neun Treffer) wäre ein wichtiger Baustein, um dem 4:1 vom vergangenen Sonnabend tatsächlich gegen Kiel einen weiteren Sieg folgen zu lassen - und mit dieser Saisonpremiere den Grundstein für den Klassenerhalt zu legen.

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